Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

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Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Do 13 März 2014, 19:22

Bevor ich wieder alles im Bikertreff reinschreibe tobe ich mich lieber hier aus  Very Happy 

Daelim Daystar Classic:

125 ccm Maschine des südkoreanischen Herstellers Daelim. Gebaut von 1999 bis dato

Mit diesem Foto fing vor exakt zwei Jahren bei mir alles an. Die sah ich und wollte ich haben. Weiß der Kuckkuck warum. Problem war: Ich hatte keinen Motorradlappen. Zu der Zeit bastelte ich grad an meiner Yamasaki 8B usw. Mittlerweile ist das Führerscheinproblem behoben und ich habe freie Auswahl. Trotzdem bleibe ich den kleinen Hubräumen treu.

Am 11.März 2014 fand ich eher unscheinbare Kleinanzeige im Netz in der eine Daystar mit gerade einmal 300 KM auf dem Tacho angeboten wurde. Ohne Foto oder fachlich fundierter Beschreibung. Ich rief an und witterte das Schnäppchen aufgrund der Erzählungen des - übrigens sehr netten - Verkäufers.

Gesehen & gekauft

Hingefahren zum Motorradhändler wo sie eingelagert war, begutachtet und vorsichtigen Startversuch unternommen mit einer Leihbatterie. Die originale Batterie war bereits mausetot. Sie sprang an. Wenn auch nur noch im Leerlauf aber sie lief.
Die Maschine war zu dem Zeitpunkt bereits etwas über 10 Jahre alt. In diesen 10 Jahren sind 335 KM auf den Tacho gekommen. Wobei sie erst 2009 erstmalig überhaupt zugelassen wurde. Ansonsten stand sie nur herum in irgendwelchen Ecken bei Händlern. Alles war noch original since 2003. Auch der Zustand: wie aus dem Werk. Natürlich waren Gummis spröde und der Staub machte sie matt. Aber darunter war das Schätzchen versteckt. Also aufgeladen und mitgenommen. Verkäufer liess mit sich reden und so war der Kaufpreis sehr erfreulich niedrig.

Edit:
Nach genauerem Sichten der Papiere habe ich festgestellt, daß die Maschine im Februar 2009 der Dekra zur HU vorgestellt wurde - mit Tachostand 10 km. Was eigentlich unnötig war, da sie bis dahin noch nie zugelassen - also noch ein Neufahrzeug war. So steht im Dekra Papier dass die nächste HU im Februar 2011 fällig wäre aber im ehem. Fahrzeugschein mit Behördenstempel, daß sie erst im April 2011 fällig wäre. Erstzulassung war im April 2009 also vollkommen korrekt von der Behörde.
Danach hat sie bis dato keinen Prüfer mehr gesehen und ist seit April 2009 bis Ende 2010 erst 325 km gefahren worden. Danach stand sie wieder bis ich sie abholte. Desweiteren konnte ich mit Hilfe der Papiere, Daelim Schriftwechsel und dem Importeur (dank an Fa. Leeb) den bisherigen Weg meiner Maschine verfolgen:
Oktober 2003: Changwon (Südkorea) > November 2003: Wolfsberg, Östereich (Importeur) > Dezember 2003: Löhne in Westfalen (Motorradhändler) > Oktober 2008: Duisburg (Fahrzeughändler) > April 2009: Bergkamen (letzter Besitzer) > März 2013: Bremerland

Zwei Tage nach dem Kauf  Cool

Bude wurde wieder zum Schrauberzimmer umfunktioniert für ca. eine Woche

Die Daystar wurde fast komplett zerlegt. Dadurch, daß sie eigentlich nie gelaufen ist ging das recht sauber und schnell. Kein Dreck, kein Rost, kein Ärger. Freundin hilft kräftig mit. Was will man mehr?
Alles was aus Gummiteilen besteht wurde größtenteils bereits ersetzt. Sämtliche Bowdenzüge zerlegt, gereinigt und geschmiert. Schalter die alle bereits eine Oxydationschicht auf den Kontakten hatten wurden allesamt in Gang gebracht usw.
Fahrten zu Louis standen wieder täglich auf der Tagesordnung  Laughing 

Es geht wieder los:

Links: Neue Reifen made in Germany sind bereits montiert. Rechts: 10 Jahre!!! alte Trommelbremse nach Ausbau.

Der Vergaser hat gelitten:

Zehn Jahre altes Benzin hinterlässt seine Spuren. Leider wurde versäumt die Suppe aus der Maschine zu holen.


Falls ich darf, erzähle ich nach und nach mal weiter wie es so weitergeht mit dem Bonsai Chopper......


Zuletzt von wavelow am Mo 17 März 2014, 14:16 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von streetfighter136 am Do 13 März 2014, 19:38

Super, dass hier auf einmal wieder mehr los ist ^^
Wie viel Kubik hat die Daelim eigentlich?
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von KarlKompott am Do 13 März 2014, 20:47

@streetfighter
... steht unter dem 1. Bild: 125ccm.  Wink 
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Do 13 März 2014, 20:48

Wie viel Kubik hat die Daelim eigentlich?

Die Daten meiner (Baujahr 2003):
- 125 ccm (124,1 echter Hubraum) Einzylinder Luft-Öl gekühlt (mit Ölkühler)
- Viertakt OHC, Bohrung und Hub: 56,5 x 49,5 - Verdichtung: 10,7:1
- 9,8 kW (13,32 PS) bei 9000 UpM
- Vergaser (Euro 1)
- 106 km/h angegebene Höchstgeschwindigkeit
- 5 Gang Getriebe (Mehrscheiben Ölbadkupplung) und Schaltwippe
- 17 Liter Tankinhalt
- Abmessung: 2240mm x 860mm x 1155mm, Sitzhöhe: 725 mm
- Gewicht ca. 160 kg
- Vorne Scheibenbremse, hinten Trommel
- Zentrales Gasdruckfederbein hinten, vorne Teleskopgabel mit Chromblenden
- Reifen hinten: 130/90-15, Reifen vorne: 90/90-18
- Aluvollgußfelgen (Frisbeescheiben), Die Classic Version hat Speichenfelgen

Der H4 Hauptscheinwerfer ist übrigens "Made in Germany"  Rolling Eyes 



So sieht das aktuelle Modelljahr 2014 aus:

Anders: Einspritzanlage, 9,4 kW (12,78 PS) bei 9700 UpM, Euro 3, Scheibenbremse auch hinten, zwei Stoßdämpfer hinten, Lenkerklemmböcke anstatt Riser, weisse Blinker, keine Chromblenden mehr an Gabel.
In Deutschland nur noch in einer Farbe erhältlich wie auf dem Foto. Die FI Modelle lösten 2008 die Vergasermodelle ab und es gab und gibt sie in Deutschland nur noch mit schwarzen Motor und einer Farbe (2008 bis 2014 in schwarz als "Black Plus" und seit Modelljahr 2014 nur noch in grau mit schwarzen Motor.
Ansonsten hat sich seit 1999 nichts wesentliches an der Erscheinung der Daelim Daystar geändert. Motor, Rahmen, Anbauteile seitdem unverändert.

In Spanien gibt es mehr Farbauswahl und die Motoren in chrom als auch in schwarz. Auch ist eine 250er Daystar in Spanien erhältlich zum Preis von 2999 Euro. Die 125er Daystar kostet in Spanien 2200 Euro.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von KarlKompott am Do 13 März 2014, 21:04

Das erinnert mich an ein Zitat aus dem Buch "Mein Leben und Werk" von Henry Ford: „Jeder Kunde kann seinen Wagen beliebig anstreichen lassen, wenn der Wagen nur schwarz ist“.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Ford
 Wink 
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Fr 14 März 2014, 14:02

Der Henry, ja. Hab eine Doku gesehen über ihn. Hat er wohl mal gesagt diesen Satz.

Bei meinem Minichopper ging es heute ein bisschen weiter. Weitere Ersatzteile trafen ein und fanden ihren Weg an die Maschine. Unter anderem ein komplett neuer Dichtungssatz für den Vergaser um die Trockengummis mal zu ersetzen die da drin waren. Weiter einige Schrauben gegen Edelstahl Schrauben ersetzt und die Tachowelle zerlegt:


Der bereits gereinigte Tachoantrieb der Daelim

Vom alten Fett befreit und mit Lithiumseifenfett vom Würth neu abgeschmiert. Sollte ich mich die nächsten Jahre nicht mehr drum kümmern brauchen. Die Tachowelle selber war furztrocken, hier wurde es höchste Zeit.
Beide Felgen wieder montiert was allein gar nicht so einfach ist - aber möglich  Very Happy Die Steckachsen wurden mit Kupferpaste behandelt, damit sie sich später auch wieder leicht herausziehen lassen beim nächsten Reifenwechsel. Auch die Trommelbremse hinten wurde innen hauchdünn mit Kupferpaste behandelt. Das sollte evtl. Quietschen von Haus aus eliminieren (natürlich nicht auf die Bremsbeläge und in die Trommel schmieren!). Bei der Scheibenbremse wird diese Paste auf die Rückseite der Bremsbeläge aufgebracht. Hilft dort ebenfalls gegen Quietschen.

Glanz & Gloria:

Wieder drin: Der Vorderreifen auf Alugußfrisbee Felge. Rechts die Auspuffanlage die wie neu aussieht, ist sie ja quasi auch.

Vergaser nun endgültig wieder rangefummelt, alle Züge damit verknotet und neuen Benzinschlauch sowie neuen Überlaufschlauch angeklemmt und schön verlegt.
Gleich folgt noch der Einbau der hübschen, blauen Gel-Batterie und Kabelanschliesserei derselben. Die Pole werden natürlich brav mit Polfett gegen Korrosion und damit Kontaktschwierigkeiten geschützt.

Nun habe ich nur noch zwei Probleme:
Erstens die neue Antriebskette die ich zwar bestellt habe aber aus Versehen auf "Abholung" geklickt hatte. Zum Glück ist der Händler im Nachbarort - Glück im Unglück. Also gleich mal eine Spazierfahrt dorthin unternommen.

Das zweite Problem beschäftigt mich schon länger. Angegangen bin ich es bis jetzt noch nicht: Die Tankuhr steht auf halb voll (Pessimisten sagen auch halb leer). Und das obwohl keine Batterie eingebaut ist und mittlerweile auch das Benzin abgelassen wurde.
Evtl. braucht die auch nur einen "Stromstoß" um sich wieder einzupendeln oder sie ist in den 10 Jahren einfach da festgegammelt. Habe noch keine Ahnung.


Steht wie eine Eins. Allerdings immer auf der selben Position

Wie bekomme ich sie zur HU Untersuchung?

Da die Daelim ja nicht zugelassen ist und keine HU mehr hat, stellte sich noch die Frage: Wie bekomme ich sie zum Prüfer? Wieder Hänger mieten mit all den Kraftakten und Aufwand? Mutig ohne Schild die sechs Kilometer? 12 Kilometer schieben? Oder Kurzzeitkennzeichen besorgen?
Ich entschied mich dann für Letzteres und besorgte heute Kurzzeitkennzeichen. Dank meiner superflinken Versicherung bekam ich per Mail sofort eine Versicherungsbestätigungsnummer. Perso und diese Nummer ist alles was man braucht. Die Stadt wollte € 13,10 für den "Aufwand" und der Schildermacher nen 10er für ein provisorisches Schild im alten Kuchenblechformat. Ein Hänger hätte ca. 20 gekostet plus mehr Aufwand. Also so die bessere Lösung. Und ich kann schon mal 5 Tage Testfahrten machen  Laughing

Ein Wort zur Ersatzteilversorgung bei Daelim:
In einem Wort: Grandios! Man bekommt wirklich jedes noch so kleines Teil für diese Maschinen. Und das im Eiltempo über Nacht. Allerdings nicht vom Importeur sondern von der Firma Demharter die mit ihrem Online-Ersatzteil-Katalog DATAPARTS ein echt tolles Angebot haben.
Alles nach Baujahren und/oder Fahrgestellnummern sortiert, nach Baugruppen und das Beste: Alles in vergrößerbaren Explosionszeichnungen in denen man das gesuchte Teil einfach anklicken kann. Besser kann man sowas nicht lösen.

Das sieht dann z.B. so aus:

Dataparts Explosionszeichnung des Daystar Rahmens. (c) Foto by Demharter GmbH, Dillingen

Die Ersatzteile sind rasend schnell bei mir gewesen. Gestern bestellt, heute schon da. Wirklich großartig. Es wäre toll wenn sie Yamasaki oder Zipp Teile mit in ihren Katalog aufnehmen würden. Vielleicht schreibt denen einfach mal jemand?!
Das Beste ist eben, dass auch die kleinste Schraube, das kleinste Gummi sofort lieferbar ist. Bin sehr begeistert. Endlich kein Gesuche mehr wenn wieder ein spezielles Teil hinüber ist.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von KarlKompott am Fr 14 März 2014, 14:55

Die Tankuhr ist doch prima. Wenn die so stehenbleibt, geht dir nie das Benzin aus, der Tank ist immer halb voll.  Laughing 

Es wäre zwar ungewöhnlich, dass 1/2 die Nullstellung der Anzeige ist, aber nicht unmöglich. Das mußt du wohl oder übel ausprobieren.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Fr 14 März 2014, 15:42

Das mußt du wohl oder übel ausprobieren.

Habe ich soeben. Nachdem die neue Batterie drin war und einmal Zündung an, sackte die Nadel der Tankuhr dorthin wo sie sein müsste:


Scheint irgendwie den letzten Stand zu "speichern" dieses tolle Instrument. Muss da nur noch drei verrostete Unterlegscheiben gegen VA Scheiben auswechseln. Überall finde ich hier und da diese verrosteten Scheiben und die braune Soße läuft dann natürlich irgendwo raus. Wieso man an U-Scheiben spart während alle Schrauben vernickelt oder verchromt sind versteh ich nicht.


Öl und Filter:

Links schon der neue Ölfilter halb reingeschoben. Rechts das Gegenstück mit den Einzelteilen des Überdruckventils

Die Daystar besitzt zum Glück mal einen Ölfilter was die Wechselintervalle nicht so eng macht. Alle 4000 KM ist ein Wechsel laut Daelim vorgeschrieben. Dann aber grundsätzlich Öl und Filter zusammen. In meiner war noch Originalwerksöl welches noch knallrot und kein bisschen schwarz war. Allerdings sah der originale Filter nicht mehr so richtig toll aus. Habe mir gleich vier neue Ölfilter bestellt. Das sollte eine Weile reichen.
1,15 Liter frisches Vollsynthetiköl ist eingefüllt und damit wird sie erstmal 1000 km eingefahren. Dann kommt's wieder raus. Vollsynthetik ist kein Muß bei diesem Motor aber es hat eben viel Reserven und hält Schmutzpartikel eindeutig länger in Schwebe.


Original Daelim Werksölfilter nach 335 KM und 10 Jahren. Rechts: Rostegalbehandlung für die seitlichen Heckfenderteile

Noch ein bisschen Kleinkram erledigt: Schraubenlöcher alle mit einem Miniklecks Kupferpaste behandelt. So geht jede Schraube auch nach Jahren noch raus. Heckseitenteile mit Rostumwandler und anschliessend mit "Rostegal" bepinselt - nur von innen wo man es nicht sieht. Dort waren einige Rostflecken obwohl es sich um VA Stahl handelt ?!?... Ich nehme an, daß sich Rostsoße von den Unterlegscheiben dort nur festgesetzt hat. Aber sicher ist sicher und Rostegal steht noch immer seit meiner Yamasaki Aktion reichlich hier herum.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von KarlKompott am Fr 14 März 2014, 23:51

Edelstahl mit Stahl verschraubt kann sogenannte galvanische Korrosion auslösen. Unedles Metall wird zur Anode, edles zur Kathode.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Korrosionselement
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von Gast am Sa 15 März 2014, 00:31

Das ist oft in Foren ein nettes ´´Streit´´-Thema!!!,... Very Happy 
Das kann viele Jahre dauern,...wenn nicht sogar Jahrzehnte,...bis dieses eintreffen kann!!!
Wie du es auch geschrieben hast,.....kann!!!
Einflüsse wie pH-Werte und der Sauerstoffkonzentration spielen da eine sehr grosse Rolle mit!!!,...bzw Lagerung von diesen Teilen!!!
Bei Oldtimern spielt das natürlich eine grosse Rolle,...das nach 10 Jahre,...30 Jahre usw dies eintreffen kann!!!
Und ich gehe mal davon aus,daß du dies dir aus dieser Richtung der Oldtimer  in Erfahrung gebracht hast,....??,... Wink 
Ich weiß ja,...daß du dich für solche Sachen gern interessierst!!!,... study 
Aber ich glaube nicht,daß wavelow diese neu erworbene Mopete länger als 5 oder 10 Jahre fahren wird!!!,... Very Happy 
Dann ist die galvanische Korrosion mit verkauft!!!!,.... Smile 
Das ist nicht böse gemeint,..nur meine Meinung dazu!!!,... Wink 

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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von KarlKompott am Sa 15 März 2014, 12:48

Hast natürlich recht, Alpina.
Aber falls er das Möp doch lieber seinem Enkel vermachen will, kann er sich ja VA- Unterlegscheiben besorgen.  Laughing 
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Sa 15 März 2014, 13:04

Auf jeden Fall interessant. Danke Karl. Hab mich halt gewundert wieso Rostflächen auf einem Edelstahlstück vorhanden sind. Nun bin ich etwas schlauer.

@ Alpina: Stimmt wohl, daß ich das dann nicht mehr erleben werde wenn es durchgammelt. Aber das VA-Blech ist dick, nun gut geschützt und es gibt ja Ersatzteile. Aber diesmal habe ich tatsächlich mal vor "der Gerät" länger zu behalten weil es mir einfach gut gefällt und es sich super bebasteln lässt. Man kommt überall recht gut heran, einfache Konstruktion, gutes Material. Dann macht es Spaß. Wenn ich da an die weichen Yamasaki Schrauben und diese nervigen kleinen Probleme durch wabbeliges Material zurückdenke (allein die Plastikteile die ständig splitterten). Das habe ich hier nun nicht, es ist schon ein deutlicher Qualitätsunterschied.

kann er sich ja VA- Unterlegscheiben besorgen
Habe ich!!! Sämtliche Originalunterlegscheiben der Daystar sind gegen VA Scheiben ersetzt worden. Es waren auch nur die Unterlegscheiben die verrostet waren!


Tagebuch:
Heute wurde noch nicht viel gemacht. Die neue Kette wurde aufgelegt und abgeschmiert. Hinterrad pingelig ausgerichtet und angezogen. Bei der Kette habe ich mich diesmal für eine Standard Kette von D.I.D. entschieden (angeblich gehärtet, naja wir werden sehen). Nix O-Ring usw. Wollte ich nicht, da dieser Firlefanz nur Kraft kostet und ich die Kette mitsamt Zahnkranz, Ritzel und Ruckdämpfer mindestens alle 2 Jahre wechsle.

Neue Kette:

Chain Made in Japan: D.I.D. Antriebskette in Standardausführung

Scheibenbremse vorne:
Da die bestellte Stahlflexleitung leider immer noch nicht da ist, hänge ich hier etwas fest. Ich werde wohl dann erstmal die Bremsflüssigkeit wechseln und die Originalleitung solange dran lassen. Irgendwann wollte ich ja schliesslich auf die Straße mit dem Hobel wo doch das Kennzeichen schon hier liegt  Smile

Dann geht es schon wieder Richtung Zusammenbau heute. Auspuff ran, Luftfilter angebaut und die ganzen Anbauteile putzen und anschrauben. Und dann hoffe ich die Tage mal auf schönes Fotowetter - sprich Sonne. Noch mehr hoffe ich, dass der Bock überhaupt läuft. Ich habs ja nicht so mit Vergasern... Crying or Very sad
Falls gar nix gehen sollte kostet ein komplett neuer Originalvergaser ca. 130 Euro. Das geht ja grad noch. Wenn man bedenkt was es kosten würde bei einer Einspritzer das Steuergerät zu ersetzen: 417 Euro oder 226 Euro für die Drosselklappe. Dagegen ist ein Vergaser ein Schnäppchen.

..... Der Tag ist wieder fast rum und nur wenig gemacht heute an der Maschine.
Gleich gehts nochmal zum örtlichen Baumarkt um noch einige neu entdeckte Schrauben durch VA Material zu ersetzen.

Zwei kleinere Probleme sind noch aufgetaucht: Lichtschalter funktioniert nicht richtig und bei der Sitzbank ist ein Gumminöppel verschwunden. Kurzerhand aus dem verbliebenen erst einmal zwei kleinere gemacht. Wo der hin ist weiß der Geier. Weil noch nie jemand jemals diese Sitzbank demontiert hat. Zwei neue Gummis sind bereits geordert, so lange muss es die Notlösung aushalten.

Licht funktioniert nur wenn ich gegen den Schalter drücke. Aus eins mach zwei: Gummipuffer unter der Sitzbank
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am So 16 März 2014, 20:33

Fertig











Morgen geht's zum TÜV und das Projekt Cruiser 2014 ist erledigt  Very Happy 

Das Schönste: Sie sprang aus dem Stand an. Leerlaufdrehzahl stimmte auf Anhieb, nahm sofort willig Gas an und das ohne Choke. Bin sehr zufrieden.
Lediglich Standlichtbirne ist defekt. Wird morgen ersetzt. Ansonsten alles fix und fertig.


Was wurde nun alles gemacht?
- Sämtliche Anbauteile demontiert, Sitzbank demontiert, Räder demontiert usw.
- Neue Reifen vorn und hinten (beide von Heidenau), Räder ausgewuchtet
- Vergaser zerlegt und mit Ultraschall und diverser Chemie gereinigt. Neuen, kompletten Vergaserdichtsatz eingebaut
- Neue NGK Iridium Zündkerze, neuer Kerzenstecker
- Neue Gel Batterie eingebaut
- Benzinhahn zerlegt und zerbröselte Gummidichtung gerichtet, altes Benzin aus Tank entsorgt
- Alle Benzinschläuche gegen neue ersetzt
- Diverse Teile mit Rostumwandler und Rostegal ausgebessert
- Auspuff demontiert, kleine Roststellen behandelt, poliert und wieder montiert
- Luftfilter demontiert, ausgeblasen und gereinigt
- Ventile eingestellt
- Felgen poliert
- Lima geprüft und mit Kontaktspray gepflegt
- Sämtliche Steckverbindungen gelöst, Kontaktspray und Steckverbindungen mit Ballistol Seal versiegelt
- Neue Antriebskette montiert und mit Synthetikfett gefettet
- Bremszylinderbehälter gereinigt und Bremsflüssigkeit ausgetauscht, Bremsanlage entlüftet
- Trommelbremse gereinigt und eingestellt
- Lichtschalter auseinander gebaut und repariert
- Sämtliche Bowdenzüge und Tachowelle ausgebaut und gefettet, Tachoantriebsschnecke gereinigt und gefettet
- Motoröl und Ölfilter gewechselt
- Viele Schrauben gegen VA Schrauben ausgetauscht, jedes Gewinde mit Kupferpaste behandelt
- Hauptscheinwerfer geöffnet, Stecker versiegelt und Standlichtbirne gewechselt, Rostumwandler an kleinen Stellen
- Seitenständer Feder ausgetauscht, Seitenständer Mechanismus zerlegt, gereinigt und gefettet
- Sitzbank Gummipuffer ausgewechselt
- Nummernschildhalter abgeschliffen, mit Rostumwandler behandelt und neu lackiert. Filzunterlage angebracht
- Komplette Maschine gereinigt und mit Wachspolitur poliert

Dauer der gesamten Aktion: 5 Tage. Davon ist allein ein Tag für Kauf und Abholung draufgegangen.


Kosten:
Habe eben genau ausgerechnet was die Aktion bis hierher gekostet hat. Ohne etwas schön zu rechnen. Vom Motorradanhänger, den Zurrgurten bis zum Kurzzeitkennzeichen sind alle Beträge für noch so kleine Ersatzteile mit eingeflossen: 546 Euro sind es geworden. Wobei 175 Euro für Reifen und Montage die teuersten Posten waren. Heute kommen noch 64 Euro für die Hauptuntersuchung dazu. Ich hoffe sie schafft es auf Anhieb, finde aber nichts was es verhindern könnte.

Mit den Ausgaben bin ich mehr als zufrieden. Eine quasi werksneue Maschine für den Preis einer normal Gebrauchten. Mein Limit für eine gut erhaltene Daystar wäre sogar noch weit höher gewesen. Und für Alpina: Insgesamt habe ich ein paar Hunderter weniger bezahlt als du für deine ACE ;-) Dafür habe ich auch keine Garantie  Cool Und was ich auch gut finde: Alles ist nun gleich so wie ich es auch bei einer neuen Maschine gemacht hätte. Insbesondere die neuen und besseren Reifen und guten Öle. Reserven musste ich auch nicht angreifen, alles wurde aus dem Erlös der Yamaha finanziert. Perfekt.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von KarlKompott am Mo 17 März 2014, 14:55

Na holla ... das ging aber schnell ... nur 5 Tage. Dann war ja nicht all zu viel kaputt und du hast ein richtiges Schnäppchen gemacht. Gratuliere! Dann drücke ich dir die Daumen für den TÜV und wünsche dir viel Spass beim cruisen.  Smile 
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Mo 17 März 2014, 18:43

Aufgrund defekten Aufzugs und Mistwetters ist der TÜV auf morgen verschoben.

So hatte ich Zeit endlich mal ein Navi vernünftig an ein Bike zu basteln:


Das Navi von NavGear (Pearl Gerät) ist wasserdicht und sendet den Ton per Bluetooth an den Empfänger im Helm. Komplett mit aktiver Ladeschale, Bluetoothdingens für Helm usw. habe ich glaub ich irgendwas um 140 Euro bezahlt. Liegt hier schon länger rum, also auch nicht mehr wichtig.
Die Lenkerklemme (Kunststoff), die optisch 1A zu dem NavGear Halter passt habe ich heute bei Polo entdeckt. Kostete 14,99 und musste nur geringfügig bearbeitet werden. Vier Zapfen abschneiden, 6 Löcherchen bohren, passte. Die Klemme passt universell für alle Lenker von 22 mm bis Zoll Lenker wie meiner einer ist. Sind Gummieinlagen dabei die man nur zurechtschneiden muss.


Zuletzt von wavelow am Di 18 März 2014, 07:34 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von Gast am Mo 17 März 2014, 18:59

Glückwunsch,...deine ist im selben Zustand wie meine,...Perfekt!!!,... Wink 
Ausser mein Tank,...der hatte aber nur ein Unfall!!!,...der ***!!!,..oder Sack,...Penner!!!,...mal sehen was hier nur durch meine schlechten Worte noch ohne Sternchen erscheint!!!!,.... Very Happy 

Alpina,...und bin fast genau so schnell,wie deine es original ist,...na ja noch nicht ganz,........aber steigernd in diese Richtung!!!! pirat 

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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Di 18 März 2014, 08:23

und bin fast genau so schnell,wie deine es original ist
Haha. Daran habe ich bei dir keinen Zweifel. Und deinem Tank ist was passiert? Hab ich gar nicht mitbekommen. So'n Schiet  Sad

Verrauschte, erste Schnappschüsse vom "Fuhrpark"


Es wird langsam eng in der Garage. Im Hintergrund meine "Ex" Yamaha die immer noch bei mir lagert. Wie sehr die Daystar glänzt kann man auf diesen Bilder nicht wirklich erkennen. Vielleicht an der vorderen Alufelge, die ist fast als Spiegel zu verwenden. Und deshalb kann ich hier auch noch mal einen uneingeschränkten Produkttipp geben:


NEVR-DULL ist wirlich klasse wenn es ums säubern und polieren von reinen Metallen geht. Das Zeug macht nahezu süchtig weil es wirklich wirkt und man hört nicht mehr auf Metallteile zu suchen die man auf Hochglanz bringen will.

Allererste Ausfahrt:
Gestern Nacht die ersten zehn Kilometer auf den Daelim Tacho gespult. Nachdem die Maschine heile in die Garage verfrachtet wurde und probelief war der Drang doch schon eine Runde zu drehen, zu stark  Cool 
Eingestellt werden musste - bis auf ein wenig Standgas - gar nichts. Der Motor zieht, nimmt sauber Gas an. Getriebe schaltet sich butterweich, alles gut.

Gewöhnen muß ich mich an die Schaltwippe und die Cruiser Sitzposition. Aufrecht, Beine nach vorn. Das ist doch ungewohnter als ich dachte.

Edit: Immer ist irgendwas  Rolling Eyes 
Kurz vom HU Termin funzelt die Standlichtbirne immer noch nicht bzw. nun zu hell. Die freundliche Polo Mitarbeiterin hat mir zwar eine passende Standlichtbirne gegeben aber leider in 6 Volt anstatt 12 Volt. Nun strahlt das Standlicht wie ein Flutlicht, nur wohl nicht so lange  Rolling Eyes  Ohne Birnchen brauche ich gar nicht erst versuchen zur HU zu fahren. Also erstmal irgendwo so eine blöde Standlichtbirne auftreiben. An den Tanken gibts die nicht.
Außerdem taugen die vom Vorbesitzer angebrachten "Free to ride oder so" Spiegel gar nichts. Labbern nur im Wind herum. Habe hier noch zwei neue Spiegel von der Yamasaki  cyclops  Passen optisch ganz gut. Werd ich mal anschrauben und mal testen.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Di 18 März 2014, 17:01

Tadaaaaa  Very Happy


Der Prüfer war doch angetan von dem zehnjährigen Glanzwunder ohne Kilometerleistung. War fast wie einen Oldtimer vorführen. Es gab Käffchen und Fachsimpeleien, alles sehr entspannt. Die Daystar hat alle Prüfungen tapfer über sich ergehen lassen und auch Abgaswerte waren in Ordnung. Alles tiptop. Alles andere hätte mich auch gewundert.
Die Daelim Cruiser schneiden laut Prüfer allgemein ganz gut ab und sind meistens in gepflegten Zustand. Aha, klingt beruhigend.

Links: Die Daystar in der Mangel des Prüfers. Rechts: Auf dem Rückweg von der HU flog doch glatt das Kurzzeitschild durch die Landschaft

Kaum vom Hof der Prüfstelle schepperte es hinter mir. Das Kurzzeitkennzeichen war wohl doch etwas zu provisorisch befestigt und flog davon. Ein freundlicher Autofahrer sammelte es ein und ich bekam es wieder. Nur leider keine Schrauben dabei  Razz 
Natürlich auch sonst noch nix an Bord, sollte schliesslich ja nur "mal eben" zu HU gehen und zurück. Die Liebste brachte dann Draht und Multitool vorbei und feixte sich einen  Laughing Wer den Schaden hat....  Very Happy 

Yamasaki meets Daelim
Auf den Bildern oben sieht man übrigens schon die montierten Yamasaki 8B Spiegel. Die passen dermassen gut an die Kiste, daß die dranbleiben. Zur Not habe ich sogar noch ein neues Paar davon. Woher auch immer.

Angemeldet und endlich geht es los
Soeben von der Zulassungstelle wieder rein. Alles erledigt, die Daystar ist angemeldet und darf nun endlich Kilometer fressen. Sie fährt sich sehr angenehm und endlich habe ich ein Moped auf dem ich so sitze wie ich es gut finde: nämlich saubequem und entspannt ohne die Haxen oder das Kreuz zu verbiegen. Auch wenn ich hier und da noch mit der ungewohnten Schaltwippe zu kämpfen habe. Aber das wird schon.
Die nächsten Fotos sind dann hoffentlich welche bei schönem Wetter und schönen Hintergründen.


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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von Gast am Di 18 März 2014, 17:30

Super,.... Very Happy ,..Du bist nun Strassentauglich!!!
Ich wünsche dir viel Spass mit deiner kleinen Rakete!!!,...vielleicht taucht ja mal eine ACE in deinem Yama-Rückspiegel auf!!!
Und wenn sie sich nicht abhängen lässt,....könnte es Alpina sein,...grins!!!!,... pirat 

«Stendec»,

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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von Carisma84 am Mi 19 März 2014, 06:29

Dann wünsche ich mal allzeit gute Fahrt! Sieht richtig gut aus das Maschinchen!

________________________________
Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Mi 19 März 2014, 06:56

Danke Danke  Very Happy 

Ein paar kleine Projekte am Projekt werde ich ja noch machen, muss mich aber noch schlau lesen und/oder Teile ordern. Geplant sind noch:

- Stahlflexbremsleitung montieren (kam gestern endlich von Fa. Melvin bei mir an). Die extra angefertigte Stahlflexleitung war sogar günstiger als die Originalleitung von Daelim.
- Satteltaschenabstandhalter ordern und montieren, Satteltaschen ranhängen. Vielleicht auch Koffer, weiss noch nicht genau.
- Hinten soll noch ein spezieller Gepäckträger ran, den ich aber noch suche. Dann evtl. ein Topcase in den Fahrzeugfarben lackiert. Was gar nicht so einfach ist denke ich. Auf jeden Fall brauche ich Gepäckmöglichkeiten da ich immer irgendwas zu transportieren habe. Und es sollte alles das Gesamtbild nicht verschandeln.
- Tagfahrlicht Dazu gibts hier nen eigenen Thread



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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Sa 22 März 2014, 20:50

Erste Fahrten



Das Wetter hat bisher leider noch nicht ganz mitgespielt. Lediglich ein bisschen Sonne hin und wieder. Was auch gleich ausgenutzt wurde. Die Daystar fährt sich sehr gutmütig und eher gemütlich. Dafür ist sie schliesslich auch gebaut worden - ein Cruiser eben. Die 100 km/h Marke knackte sie aber bisher immer. Max. Speed so zwischen 105 und 110 km/h. Bei aufrechter Sitzhaltung wohlgemerkt!

Nachtfahrt Premiere:


Im Dunkeln musste ich es trotz Kälte natürlich auch gleich ausprobieren. Schon um das Licht zu testen. Scheinwerfer ist vollkommen in Ordnung und mit 55/60 Watt H4 ist die Strecke gut ausgeleuchtet. Scheinwerfer übrigens "Made in Germany". Die Koreaner wissen was gut ist  tongue
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von lalaS am So 23 März 2014, 18:58

einfach SCHÖN ...note 1+ ..besser wie Neu.

schappo

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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Di 25 März 2014, 18:22

einfach SCHÖN ...note 1+ ..besser wie Neu.
Merci! Danke! Thanks!
Aber eigentlich kann ich gar nix für den guten Zustand. Sie stand halt ungenutzt herum und ich musste nur ein wenig auffrischen.


Morgen geht es weiter und die nächsten Dinge werden erledigt:

Originale Seitenständerfeder Harley-Davidson Sportster und die neue Stahlflex-Teflon Bremsleitung von Melvin


Abstandhalter für Satteltaschen und rechts die neue TFL & Positionleuchten LED Lichtanlage mit DIY Schaltbox

Dann sollten planmässig noch die neue Alu-CDI ankommen sowie die "Silent-Blocks" Gummilager für den Motor plus noch einige neue Gummi-Ersatzteile die ausgetauscht werden. Einige Schräubchen für den Motor werden ebenfalls gegen originale aber neue Schrauben ausgetauscht wegen leichtem Korrosionsansatz auf dem Gewinde. Bevor die irgendwann abreissen beim rausdrehen, kommen sie gleich neu.

Nach nur knapp 200 KM Fahrt fliegt auch das neue Motorenöl schon wieder raus und wird durch frisches Öl ersetzt. Ölfilter wird ebenfalls nochmal ersetzt. Wahrscheinlich reine Verschwendung aber ich will einfach sehen ob sich nach den paar KM schon was getan hat und evtl. Späne, Dreck, den letzten Rest Werksöl usw. ganz sicher rausspülen aus der Kiste.

Der "automatische Benzinhahn" wird noch installiert und gründlich getestet.

Und dann sollte es erstmal gewesen sein mit dem Gröbsten für diese Saison. Es sei denn das Wetter lädt nochmal länger zum Basteln ein. Einen Gepäckträger bekommt sie noch ans Heck, ein paar Seitentaschen angeschnallt aber das ist eher nebenbei und schnell erledigt.
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Re: Meine Daelim Daystar - Das Tagebuch einer Standuhr

Beitrag von wavelow am Do 27 März 2014, 10:28

Ein neuer Tag und noch ist nichts passiert... War zu faul und einige Teile hingen mal wieder bei den diversen Paketdiensten irgendwo fest  Mad 

Aber nun ist frisches Material eingetroffen:

Diverse, nagelneue und noch schön weiche Gummilager für Tank, Motor und Sitzbank etc.

Mein Vorhaben so ziemlich jedes Gummiteil aus meiner Daystar gegen neue Gummis auszutauschen nimmt Gestalt an und damit sind nun nahezu auch alle Gummis an dem Cruiser erneuert.
Ob es wirklich nötig war oder nicht ist eine andere Frage. Es ist eben ein bisschen wie Oldtimer restaurieren  Smile Man kann nicht immer alles mit Logik erklären.


Auf und zu:

Magnetventil 12 Volt (24 V steht nur auf dem Stecker) und für alle möglichen mineralölhaltigen Flüssigkeiten geeignet

Die Daystar hat einen für Leckagen bekannten Benzinhahn. Auch bei meiner war das Dichtungsgummi im Hahn bereits geschädigt. Das Problem ist, dass das Benzin nicht aussen irgendwo rausläuft sondern der Hahn zum Motor hin nicht mehr abdichtet wenn man ihn zudreht. Man merkt es also gar nicht so schnell ob der Hahn funktioniert oder nicht.
Normalerweise passiert da nichts weiter. Es könnte aber das Schwimmernadelventil im Vergaser mal nicht richtig schliessen und dann könnte die Soße in den Motor laufen ohne dass man es bemerken würde. Startet man so einen vollgelaufenen Motor kann es die Pleuelstange zerhauen. Oder das Benzin läuft über den Vergaserüberlauf auf den Garagenboden. Beide Varianten gefallen mir irgendwie nicht.
Zudem bin ich immer vergesslich und drehe den Benzinhahn selten zu. Das übernimmt nun dieses Magnetventil automatisch beim Zündung ausschalten.

Zugegeben:
Die Variante mit Magnetventil ist schon etwas übertrieben. Aber ich habe auch Lust solche Dinge auszuprobieren. Und beim probieren stellte ich schon mal etwas fest, was mir total gefällt:
Schaltet man die Zündung ein, quittiert die Maschine es nun mit einem sattem KLACK aus dem Motorbereich.
Vorher passierte gar nichts beim Zündschlüssel drehen. Nicht mal eine Leuchte geht bei meiner an. Nix. Nun aber: KLACK und die gelbe LED flammt auf. Man spürt es sogar, das Klacken. Dann weiss man: Ready to go! Laughing
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