Motorrad/Roller fahren ohne Erfahrung geht das Gut?

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Motorrad/Roller fahren ohne Erfahrung geht das Gut?

Beitrag von Al Dante am Sa 07 März 2015, 23:35

Hallo liebes Forum,
ich werde nun in nächster zeit besitzter meines pkw führerschein und möchte mir eine YM50-9D zulegen.
Doch leider hab ich garkeine erfahrung wie man ein Motorrad fährt. Gänge schalten werden denk ich mal kein problem, aber mich dann gleich bei der ersten fahrt hinzupacken wär nicht grad von vorteil^^
Glaubt ihr das geht gut? oder sollte ich mir da was überlegen z.b. mit dem roller von nen Kumpel n bisschen üben damit ich das gefühl für 2 räder bekomme?

Al Dante
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Re: Motorrad/Roller fahren ohne Erfahrung geht das Gut?

Beitrag von Sammael am So 08 März 2015, 01:27

Hallo~
Also Al Dante
einfach immer dran denken wenn du aufn boden kommst
Kupplung ziehn (Linker griff) dann linken hebel für gang nach unten und dann beide füße wieder aufn boden wenns geht, dann langsam die kupplung loslassen und mitm gas spielen das du sie nich abwürgst ^^
mitm roller is die sache einfacher weil du einfach nur gas geben musst

und klar geht das gut hab anfangs roller gefahren wurde mir zu blöd und hab mir dann ne kleine 5 gang schalter gekauft die ersten 4 fahrten wahren extrem ungewohnt weil kuppeln und bla und habe auch nen hinterreifen also mantel gekillt weil ich zu stark runter geschalten hab
aber es geht gut ^^
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Re: Motorrad/Roller fahren ohne Erfahrung geht das Gut?

Beitrag von wavelow am So 08 März 2015, 08:55

Hi Sammael, immerhin machst du dir Gedanken, das ist schon mal der erste positive Schritt Very Happy

Als Führerscheinneuling hat man es Anfangs ja eh schon doppelt schwer weil man sich überhaupt erstmal an das Verkehrsgeschehen, die ganzen Regeln und Sitten gewöhnen muss. Aber letztlich ist es egal mit welchen Fahrzeug man diese ersten Erfahrungen sammelt. Beim Motorrad/Mokick kommen halt noch einige wichtige Punkte hinzu die man beachten sollte. Zum Beispiel zu wissen, dass einen Autofahrer nicht immer erkennen und man diese ständig im Blick haben sollte. Im Sinne von Blickkontakt! Hat der mich wirklich gesehen? Schaut der mich an, dann hat er mich ziemlich sicher gesehen. Man muss eigentlich immer einen Schritt weiter denken und die möglichen Fehler anderer ausbügeln. Auch wenn man im Recht wäre ist es gesünder defensiv zu handeln auf dem Bock. Man hat halt keine Knautschzone!

Das Fahren an sich kannst du nur durch fahren lernen. Üben, üben, üben. Das kann dir keiner abnehmen. Ich habe die allerersten Strecken mit dem Moped Abends gemacht als es ruhiger wurde auf den Straßen und bin zu Stellen gefahren wo niemand herumfährt. Dort habe ich für mich allein das umgehen mit der Maschine geübt. Bremsen, schalten, anfahren und immer wieder Bremsübungen. Das mache ich heute noch mit jeder neuen Maschine so um diese genau kennenzulernen. Gleichzeitig störe ich dabei niemanden wenn ich auf meinen einsamen Plätzen diese Dinge übe. Vor allem Bremsübungen kann man gar nicht oft genug trainieren. Auch jahrelange Profis trainieren immer wieder bestimmte Situationen um im Ernstfall richtig zu reagieren. Im normalen Strassenverkehr ist das üben nicht wirklich möglich, daher die ruhigen "Spezialplätze".
Du kannst dich auch an den typischen Fahrschulübungen orientieren: Langsam fahren, also Schritttempo bis die Kiste fast steht üben, Slalom langsam und schneller üben, ausweichen üben usw. Das kannst du immer wieder mal machen und du wirst merken, dass du nach und nach nicht mehr über die Bedienung des Mopeds nachdenkst sondern das alles automatisch funktioniert. So kann man sich immer besser auf das Wichtige: Den Strassenverkehr an sich und die Fahrbahnsituation konzentrieren. Auf welche Stellen auf der Straße muss man achten? Bitumen, Fahrbahnmarkierungen, Straßenbahnschienen und ähnliches können gefährlich rutschig sein, all das muss man sich einprägen.

Ich kann dir grad mal die Zeitschrift Motorrad empfehlen in der gerade aktuellen Ausgabe. Dort ist grad eine sehr gute Fibel drin in der sehr vielen Tipps zum sicheren Motorrad fahren drin stehen. Auch wenn die natürlich "richtige Motorräder" meinen, sind die Tipps natürlich auch für's Mokick geeignet.

Kurven sind eine Möglichkeit sich aufs Maul zu legen weil man sie falsch eingeschätzt hat. Oder weil auf einmal was rutschiges auf der Fahrbahn lag. Bei Regen muss man doppelt und dreifach aufpassen. Zu leicht rutscht einem da das Heck weg. Oder einer der Hauptfehler: Bremsen in der Kurve! Auf dem Moped fatal wenn das Vorderrad z.B. in der Kurve blockiert und rutscht. Dann ist ein Sturz kaum noch vermeidbar. Daher VOR der Kurve bremsen bis man die richtige Geschwindigkeit hat und notfalls mit der hinteren Bremse ganz leicht nachkorrigieren und die Fuhre zu strecken. Hinten kann man ein blockiertes Rad leichter abfangen als vorne. Aber das alles in der Theorie zu erklären ist schwierig. Man muss es ständig üben und Fahrpraxis bekommen. Wie gehe ich überhaupt Kurven richtig an um nicht in den Gegenverkehr zu geraten? All diese Dinge muss man trainieren, sich auch schlaulesen und es dann in der Praxis ausprobieren.

Beim Mokick ist vieles auch nicht ganz so dramatisch weil die Höchstgeschwindigkeit ja sehr begrenzt ist. Man hat dadurch mehr Zeit zum überlegen und reagieren als z.B. bei Tempo 150 oder noch schneller. Die generellen Regeln aber sind die selben und auch der Physik ist es egal ob man ein Mokick oder fettes Motorrad fährt.

Vielleicht kannst du ja auch bei deiner Fahrschule mal ein, zwei Trainingsstunden auf einem Moped machen? Schaden kann das auf keinen Fall.




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Re: Motorrad/Roller fahren ohne Erfahrung geht das Gut?

Beitrag von Al Dante am So 08 März 2015, 09:22

Aufjedenfall danke erstmal für die Antwort war sehr hilfreich für mich Very Happy
Ob meine Fahrschule das macht weiß ich nicht aber fragen kann ja nicht schaden und wenn nicht stell ich mir einfach ein Fahrschulplan zusammen wo ich die wichtigsten Grundfahrübungen lerne usw. und dann dann halt auf einen abgelegenden Ort das mache wie du gesagt hast.

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Re: Motorrad/Roller fahren ohne Erfahrung geht das Gut?

Beitrag von wavelow am So 08 März 2015, 10:42

Die meisten Fahrschulen machen das eigentlich. Solltest eine haben wo mind. ein Fahrlehrer auch ein Motorradverrückter ist, der also selber auch wirklich Spaß dran hat und selber fährt. Weiss ja nicht um deine finanzielle Situation aber vielleicht kannste ja auch gleich einen A-Schein machen?! Man muss ja nicht gleich alles auf einmal bezahlen sondern nach und nach die Stunden abreissen. Theoretisch kannste dir das ganze Jahr dafür Zeit lassen und machst die Prüfung dann am Ende der Saison oder Frühjahr nächsten Jahres. Und solange fährst und übst du mit der Yamasaki. Damit hast du definitiv einen Vorteil weil du viele Dinge schon kannst und selber weiter üben kannst soviel du willst. Mir hat die Erfahrung mit der Yamasaki und anderen kleinen 50ern sehr geholfen als ich dann den A gemacht habe. War eigentlich nur noch Pflichtstunden abreissen und Prüfung machen. Wie man fährt musste mir der Fahrlehrer gar nicht mehr beibringen, das hat viel Zeit und Geld gespart.

Es ist auf jeden Fall gut wenn dich ein erfahrener Biker bei deinen ersten Übungen begleitet. Denn wenn man sich erstmal falsche Dinge beibringt kommt man davon schwer wieder weg. Und die andere Person sieht auch besser wo du evtl. noch etwas anders machen solltest.

Übrigens ist selbst Fahrradfahren eine sinnvolle Basis. Wer nicht Fahrrad fahren kann, kann auch kein Moped fahren. Die meisten können es ja von Kindesbeinen an, daher merkt man diese Tatsache fast nie. Fahrradfahren trainiert automatisch den Gleichgewichtssinn ohne dass man bewusst was machen muss.
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