Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

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Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

Beitrag von Tobias Rieper am Mi 31 Mai 2017, 15:37

Hallo Community.

Seit 2009 wohne ich nun in der wunderschönen ehemaligen DDR. Ich bin zugezogener Wessi und habe mich schon immer für die Einfachheit des Lebens begeistern können.
Mein 2. Mopped war eine 1997er Simson S53 Alpha. Meine 2. Maschine folgte 2000 und war eine 1982er S51-N, die ich als Teilespender gekauft hatte. Dann kam meine 3. und das war eine S51-C mit eingetragenem Baujahr August 1989. Also eine der letzten die noch in echter offizieller DDR Produktion gebaut wurden!
In der DDR wurden Moppeds für alles benutzt. Der Mythos, dass es nur so war, weil man so schwer an ein Auto kam ist blödsinn! Man bekam genug Fahrzeuge, so lange man kein neues haben wollte. Wer keine Lust hatte zu warten und etwas mehr Geld hatte, konnte auch einen Wartburg oder Lada kaufen. Auch Barkas und diverse andere Fahrzeuge waren problemlos zu bekommen. Aber gehen wir zurück zu den Moppeds. Von Gepäckträgern bis Anhängern wurde alles an die Zweiräder geschraubt, um möglichst viel Nutzen rauszuholen.
Ich bin ja einer von denen, die Ihr Mopped nebenher als Packesel nutzen wollen. Gibt ja genug Stellen, an die man mit einem Auto nicht rankommt oder so.
Die Wahl an legal verwendbaren Anhängern fällt denkbar schwer. Gibt ja kaum noch welche, die man an ein Mopped hängen darf.
Ich hatte damals noch einen anderen Anhänger für Zeitungsboten. Dieser ist eigentlich für Fahrräder, aber der Umbau auf Simson Kupplung fiel denkbar einfach.
Nachdem meine ganzen Simsons 2011 geklaut wurden, habe ich ja meine Manic gekauft und habe dann eine ganze weile später eine Zugvorrichtung nachrüsten lassen.

Gesamtlänge mit diesem Anhäger ca 4,2 meter. Dieser Anhänger lief aber mehr schlecht als recht.
Ich wurde zwar nicht erwischt, aber der schlechte nachlauf und dass er ansich gesehen keine Zulassung hat, machte mir dann doch Sorgen. Einmal hat er sich während der Fahrt überschlagen und mich mit der Simson in den Gegenverkehr gedrückt. Gott Sei dank hat der entgegenkommende LKW Fahrer wohl was geahnt....
Mit der Manic hab ich ihn nur 2x gezogen. Da mir das doch etwas zu illegal war.

So nun zu legalen Anhänger

Einer von den begehrtesten ist der Anhänger für die Simsons, die MKH Serie. (Metall Konvolut Heldrungen)
Diese gibt es in 5 Ausführungen. Die Basis ist aber bei den ersten 4 gleich, der RB ist eine komplette Neukonstruktion.
1. F-Serie - Zum anhängen an ein Fahrrad (REGULÄR NICHT FÜR DAS MOPPED VORGESEHEN)
2. M1 - Mit eckigem Rücklicht/Bremslicht zum anhängen an eine Schwalbe oder S50
3. M2 - Mit rundem Rücklicht/Bremslicht zum anhängen an eine Schwalbe, S50 und S51-N
4. M3 - Mit rundem Rücklicht/Bremslicht + Blinker zum anhängen an eine S51-B und -C
5. RB -  Neue niedrige Version mit Rücklicht/Bremslicht + Blinker zum anhängen an den SR
Egal welche Variante, alle haben eine Leermasse von ca 25 KG und dürfen eine Gesamtmasse von 60 KG haben. Also nur 35 KG Zuladung!!!
Sie dürfen maximal mit 40 kmh gezogen werden und KEIN Sozius bei Betrieb!!! Grund dafür ist der feste Stellfuß. Der darf nicht zu weit runter.
Wer eine M Variante hat, gibt sie nicht wieder her. Fahrradvariante kann mit ein paar Tricks umgebaut werden, diese sind allerdings etwas aufwending.
Aber es ist die Beste Variante. Denn Preise von bis zu 400 € für einen M3 oder RB sind normal.
Die F-Anhänger gibts meist für unter 100 €

Papiere sind selten vorhanden. Wer einen Anhänger kauft, sollte unbedingt einen Kaufvertrag machen. Die Rahmennummer steht entweder auf dem Typenschild

oder an der Querstrebe vor dem rechten Rad. Papiere sind kein Problem, können beim KBA nachgeholt werden. Schreibt einfach eine Mail an
mopedabe_beitrittsgebiet@kba.de
und gebt dort an, dass ihr einen MkH M Anhänger gekauft habt, und die Papiere nicht mehr gut Lesbar sind. Die Rahmennummer und Eure Adresse sind auch nötig.
Die F-Anhänger haben eine Rahmennummer F123456/12. Ihr gebt einfach an M123456/12. Das ganze kostet dann ca 20 € und ihr bekommt nagelneue Papiere per Post.
Ihr habt natürlich nun ein Problem, da ja M Statt F am Rahmen ist. Es gibt mittel und wege, das ganze hinzubekommen. Aber dazu später mehr.

Fangen wir also an.

Erstmal sollte geklärt sein, zum ziehen an einem Mopped braucht man natürlich eine Anhängerkupplung.
Für die Simsons gibt es Gepäckträger oder andere Rahmenteile, die eine 18mm Kugel dran haben. Diese sind an Simsons sehr einfach zu verbauen. Aber was ist nun mit unseren Chinamokicks? Da gibt es jemanden auf Ebay, der stellt diese Kugeln her mit Stange darunter. Diese gibts in Schweißfähigem Material und auch zum anschrauben.
Der Preis ist mit ca 15 € eine bezahlbare Angelegenheit.
>>> EBAY <<<

Ich habe glaub ich die mit Gewinde aus schweißbarem Material gewählt.
Mein Kumpel hat hinten am Gepäckträger ein Loch durchgebohrt und diese Kugel dann hinten verschweißt. Chrom oder Farbe sollte natürlich zuerst runter und muss danach neu aufgetragen werden. Je serienmäßiger das aussieht, umso besser.

Die MKH Anhägner sind aus verschweißtem Stahlblech und Feuerverzinkt. So lange man die Verzinkung nicht beschädigt, halten die ewig.
Der Anhänger sollte am Besten rostfrei und unverbeult sein. Kontrolliert die ganzen Blechfalze und schaut, dass keine Löcher in den Ecken usw sind.

Das ist die F-Serie mit Kugel an der Deichsel. Dieser wurde bereits behandelt. Entweder poliert oder verchromt. Keine Ahnung

Die normale Anordnung ist ja Kugel am Fahrzeug, und Verschlussstück am Anhänger. Bei den Fahrradanhängern ist es teilweise andersherum. Die F-Anhänger die zu zeiten der SR1,2,3 gebaut wurden, haben den Verschluß am Anhänger. Alle F-Anhänger danach haben die Kugel an der Deichsel und der Verschluß war am Fahrrad. Ganz einfach, damit die F-Anhänger nicht an die Moppeds kommen. Der Grund dafür ist das Rücklicht. Es ist nur ein Fahrradrücklicht am F-Anhänger. Teils mit Kabelbaum zum Zugfahrzeug und teils mit Dynamo an einem der Reifen des Anhängers. Letzteres ist sehr nervig, da man damals den Dynamo vom Fahrrad und vom Anhänger "ziehen" musste.
Haben wir nun einen F-Anhänger mit Kugel an der Deichsel, muss die Deichsel gekürzt werden. Wenn das Stück mit der Kugel ab ist, schweißt man eine M12x1,5 Langmutter in das Deichselrohr ein. Bitte keinen Edelstahl verwenden. Ganz einfacher verzinkter Stahl lässt sich am Besten schweißen.

Jetzt sollte man sich schon Gedanken machen, was für ein Rücklicht und welche Stromverbindung man befestigen will. Bei den Simsons waren die normalen 7 poligen Anhängersteckdosen angebracht. Diese passen aber nicht an jedes Fahrzeug.
Das schräge Halteblech ist typisch für den F-Anhänger und sollte am besten weg. Da die damals noch vernünftig geschweißt haben, ist das garnicht so einfach. Fertigt nun erstmal eine Halterung dafür an und baut die hinten links an den Anhänger.
Achtet dabei darauf, dass das Rücklicht nicht seitlich oder nach hinten übersteht. Die Anhänger können nach hinten überkippt werden um sie platzsparend im Keller hinzustellen. Steht das Rücklicht hinten über, könnte es beschädigt werden.
Das Kabel muss natürlich durch die Deichsel. Befestigt also erstmal die 3 Kabel an einem Stecker und führt die Kabel von oben (da ist seitlich ein kleines Loch in der Deichsel, hoffe ihr habt das nicht weggeschnitten oder zugeschweißt) durch die Deichsel nach unten. Für das Kabel gibt es Löcher und Haltelaschen auf der Unterseite. Ich empfehle für die Verbindung zum Rücklicht, einzelsteckverbinder zu nutzen. So kann man die Kabel später mal problemlos entfernen, falls zb Schweißarbeiten oder sowas nötig sind.

Wer ganz verrückt ist, kann auch gerne Blinker montieren. Es ist nicht verboten, so lange die eine E-Nummer haben!

Nun zur Kennzeichnung
Vorne rechts wo das Typenschild ist, ist oft dieser weiße Aufkleber. Dort steht das Model und der Preis von damals drauf. Diesen könnt ihr problemlos entfernen.

Die Rahmennummer wird schwer. Es gibt genug, da ist die kaum noch zu sehen und Nummern, die sind überaus gut geprägt.

bei letzterem bleibt euch nichts anderes übrig, als die Strebe bzw die Zahlen zu "polieren". Bei besonders dicken Schlagzahlen könnte man auch mit Flüssigmetall nachhelfen.
Letztendlich müssen die Vertiefungen flacher werden. Das F poliert ihr bis zur unkenntlichkeit.... Wer wie ich den Anhänger eh neu lackieren muss, kann das F mit Farbe dichtmachen. Wenn der Rest mit den Papieren stimmt, werden die Rennleiter normalerweise nichts sagen.

Nun das Typenschild oben.
Teilweise haben die den Buchstaben nicht mitgeprägt. Ist das der Fall, habt ihr Glück. Ist das F dort, dann nicht.
Es gibt Blankoschilder bei Ebay (derzeit keinen Link) für ca 15 € oder ihr lasst Euch eines beim Gravierer prägen. Kene sorge, das interessiert keinen, wenn dort ein Ersatzschild ist.
Dort stehen nur nochmal die Daten gut erklärt drauf. Das Baujahr ist schon in unserer Rahmennummer drinne. M123456/XX XX ist das Baujahr.
Ihr könnt auch mit dem fertigen Anhänger zum TÜV fahren. Mit den Papieren erstellen die ein neues Schild. Meist gibt es das als Aufkleber, ähnlich einer TÜV-Plakette natürlich in der richtigen Größe. Ihr solltet trotzdem ein paar Fotos mitbringen, wie das bei anderen Anhängern aussieht. Dann geht das meist schneller.
Man könnte auch ohne dieses Schild fahren, aber es ist doch schön, eines dran zu haben.

Sonstiges
- Hinten müssen Reflektoren dran sein. 1 roter am Rücklicht langt. War ja beim Simsonrücklicht auch nur eines vorgesehen. Wer möchte, kann auch 2 oder mehr montieren. Ein Reflektordreieck ist nicht vorgeschrieben.
- Das 40 kmh Schild ist so eine Sache. Klar möchten die Beamten gerne sowas hinten dranne haben. Aber ganz ehrlich, auf dem Simsontreffen Merseburg letztes Jahr hatte das keiner hinten drauf. Einer hatte den Anhänger Dunkelrot lackiert und hinten in silbernen Buchstaben 40 Kmh in lettern drauf. Sieht auch cool aus...
- Wiederholungskennzeichen ist ebenfalls ein Streitthema. Da die Versicherungskennzeichen nur 1x ausgegeben werden und die Schildermacher nicht an die Rohlinge rankommen, würde nur der Griff zu einem extra angefertigtem Schild bleiben. Viele machen eine Papierkopie und kleben die foliert hinten dran. Andere nehmen die schmalen Motorradkennzeichen und ich habe auch schon Hausnummernschilder gesehen. Dies kann aber auch als Dokumentenfälschung ausgelegt werden. Ich habe mal ein paar Polizisten gefragt und die meinten sowas wie.... Von hinten wird eh nicht geblitzt, wer mit dem Auto hinterherfährt, kann dich zum Anhalten bewegen oder versetzt fahren, um das Schild zu lesen.
Daher kann ich dafür keine generelle Aussage treffen. Wer sich nicht sicher ist, zeigt es am Besten auf einem Revier vor.
- Abdeckungen und Aufbauten sind Grundsätzlich nicht verboten. In den 4 Ecken der "Kiste" sind Schienen eingearbeitet, in die man problemlos Stangen oder sowas stecken kann.
So lange alles Stabil ist und Sicher ist, sollte keiner was sagen.

Wer zu hoch aufbaut, sollte auf Seitenwinde achten.
- Weitere Reflektoren und Zusatzbeleuchtung sind auch denkbar. Haltet Euch einfach an die generellen Farben.
Rot nach hinten
Gelb zur seite
weiß nach vorne
Unterbodenbeleuchtung sollte während der Fahrt ausgelassen werden. Reflektoren für die Felgen sind kein Problem, da es ja Fahrradreifen sind.
- Reifen + Felgen Original sind montiert Reifen mit Straßen oder Geländeprofil (20x2,25) und Felgen (16") mit M10 Achse. Fahrradteile sind zwar erlaubt, sollten aber nicht genutzt werden. Der Grund dafür ist, die meisten Reifen sind zu schmal und die original MKH Felgen haben verstärkte Achsen. Im Handwagenbetrieb kann man bis über 100 KG draufladen, ohne dass de Achsen brechen.

Generell zum Fahren
- Der Anhänger ist normalerweise nicht in den Spiegeln zu sehen.
- Unbeladen sind die Anhänger vergleichbar mit Springböcken. Achtet da ein wenig auf Bodenwellen und Schienen
- Schräglagen sind zu vermeiden. Die Kupplungen sind verdrehgesichert. Ergo würde der Anhänger ein Rad anheben und könnte zum kippen neigen.
- Fahrt die kurven am Aussenrand und plant einen großen Radius ein. Der Anhänger wird die Kurve ca 50cm weiter innen passieren.
- Hartes Beschleunigen und Bremsen sollte man vermeiden. Darunter leidet vor allem die Kugel am Gepäckträger
- Fettet die Kupplung (an der Deichsel) regelmäßig zb mit Kugellagerfett.
- Eine Gummimatte für den Boden ist zu empfehlen. Gibt es haufenweise bei Ebay in 3-5mm stärke.
- Die Anhänger sind begehrt. Sichert diese am Besten wenn Ihr unterwegs parkt. Während der Fahrt darf keine Zusatzsicherung angebracht sein!

Ersatzteile gibt es noch problemlos überall. Alles bis auf den Basisanhänger. Also keine Sorge wenn die Kupplung oder ein Reifen oder Felge kaputt geht.
Ich möchte hier gern diesen Shop empfehlen. Die Preise sind gut und geliefert wird schnell.
>>> 2-Takt24 <<<

So nun zu meinem Abenteuer bisher.
Ich habe einen F-Anhänger bekommen, der schon teilumgebaut war. Die Kupplung war schon auf M umgebaut, aber alles andere war nicht vorhanden.
Also kein Typenschild, keine Beleuchtung, kein Aufkleber, keine Papiere. Dafür aber 2 Satz Felgen+Reifen und eine weitere Kupplung für 60 €
Ich habe ihn nur genommen, weil er dank Lackierung keinen Rost hatte. Wie gesagt sowas ist selten.

Nachdem ich die Rahmennummer freigeschliffen habe, habe ich neue Papiere bestellt, natürlich mit M am Anfang. Dann hab ich die alte defekte Kupplung demontiert, da diese ein wenig verbogen war. Passiert gern, wenn man ständig Vollbremsungen macht Wink
Die alten Schutzbleche habe ich demontiert. Bleche trifft es hier wirklich gut, denn es waren flache Bleche 10cm breit und ca 120 lang. Neue originale wurden bestellt.
Die Kupplung wurde ersetzt mit der meines alten Anhängers.

Leider war der Lack nicht mehr ganz auf der Höhe und sah teils echt *** aus. Auch das innere hat schon ein wenig gelitten.


Ich habe mich also für eine Restauration bzw Umbau entschieden.
Nach einem Gespräch mit einem Galvanisierer bin ich fast verzweifelt. Fürs Säurebad und Feuerverzinken wollte der doch ganz schön Kohle haben. Da der Anhänger doch ein paar leichte Dellen und Unebenheiten hat, würde das "blanke" Metall doch sehr ramponiert aussehen. Normaler Lack ist ja immer so empfindlich, das wissen wir alle, also kommt der schonmal nicht in Frage. Also ein wenig recherchiert, was es denn für Metallschutzfarben gibt.
Ich habe früher meine Simson mit Hammerschlaglack lackiert, daher weiß ich noch, wie gut das von der Haltbarkeit usw ist.

Es hilft alles nichts, erstmal muss die Farbe runter
Also ging es erstmal ans Farbe entfernen. Dazu habe ich mir bei Amazon 2 Topfbürsten und eine Schleifscheibe von Wolfcraft bestellt.
Nach ein paar Stunden arbeit kam dann so langsam das dabei heraus.



Der Vorbesitzer hat hier mehere Farbschichten aufgetragen mit einer richtig heftigen Grundierung. Die einfach nicht aufgeben wollte.
Nachdem die Schleifscheibe nun fast verschwunden war, wurde mir klar, dass es totaler blödsinn ist, die ganze Farbe runterzuholen. Erstmal die ganze Zeit und das Material kostet ja auch. Also habe ich den Rest nur noch angeschliffen.


Nach vielem hin und her war ich mir sicher, dass es Hammerschlaglack werden soll. Leider gibt es keinen in Dunkelrot. Ein befreundeter Lackierer hat mir dann erzählt, dass Hammerschlag schwer mit rottönen hergestellt werden kann. Liegt einfach am Farbton. Gut also weg davon...
Klären wir erstmal ob Streichen oder Sprühen. Ich arbeite ungern mit Sprühdosen, also wurde es Pinsel und Rolle.
Nachdem ich die Preise im Baumarkt gesehen habe, habe ich mich ins Ebay gestürzt und dort meine Rollen gekauft.
Für 18 € habe ich bekommen:
1x Farbwanne klein mit Rollgriff
1x Farbwanne groß mit Rollgriff
11x 5cm schaumrolle
11x 10cm Schaumrolle
6x 10cm Rolle mit 4mm Flor
Ich hab so viel gekauft, weil demnächst der Forester auch noch dranne ist Smile

Nun wieder zu den Farben.... Ich hatte lange keine Idee, was ich nun nehmen soll. Eine S51 hatte ich in Hammerite Hammerschlag Kupfer gemacht, was eher Gold wurde und die andere S51 habe ich in Bahr's Hausmarke Hammerschlag Blau gemacht, wo dann der Hammerschlag meinte, er müsse ein seidenmatter Lack mit leichtem Metalliceffekt werden...
Also nochmal versucht etwas schlau zu machen und am ende schwankte ich dann zwischen Grün und Kupfer von Obi. Obi führt ausschließlich Alpina, Albrecht, Belton, Dupli-Color und die Hausmarke. Leider sieht das Alpina Kupfer aus wie lakritzhaltiger Dünnpfiff. Also ich meine die Farbe sieht so aus, nicht unser Alpina hier Wink
Ich habe mich dann von meiner Freundin breitschlagen lassen, das Kupfer der Hausmarke zu nehmen. Das Muster auf dem Deckel ist sehr knapp gedruckt. Hab es nur vom Farbton her mitgenommen. Mehr dazu später. Dazu noch Metallschutzlack mit Struktureffekt in Anthrazit für das innrere der Box. Schwarz war mir zu dunkel.
Daneben lagen dann noch Pinselsets für 4,29 €. Also 2 davon mitgenommen. Auf dem Heimweg war ich bei Netto und die hatten tatsächlich Malerkrepp von 3M. 2,99 für 3 Rollen. Also auch davon 2 gegriffen und weiter.

Nachdem ich das geschliffene entfettet habe, habe ich angefangen das Kupfer zu streichen. Mit dem Pinsel die Ecken und so, mit der Walze die Flächen.

Diese Lacke sind zwar nach 10-15 Minuten Fingertrocken, aber die müssen trotzdem noch aushärten. Das dauert 7-10 Tage. Danach ist der unempfindlich.
Also eine Woche später dann angefangen und Innen mit dem Struktureffekt zu streichen. Der Lack wird matt und rau. So wie Schleifpapier. nur weicher. Wieder die Ecken etc mit Pinsel und Flächen mit Rolle. Oben habe ich aussen die Kante abgeklebt und mit dem Zeug lackiert. Der Rand ist aussen also auch in dem Anthrazit-Struktur.
Leider hab ich derzeit keine Fotos. Kommen also noch....

FOTOS HIER EINFÜGEN

Nun ging es an die Streben. Ich habe mich für Hammerschlag Anthrazit entschieden, da mir der Kontrast mit den bisherigen Farben gut gefällt. Also alles abgeklebt und angefangen zu streichen. Hier habe ich nur mit dem Pinsel gearbeitet. Die Streben sind ja nur 4cm oder so.

Der Hammerschlag im Anthrazit ist sehr gut geworden. Im Kupfer leider nicht. Aber da kommt eh noch eine Schicht drauf, da ich doch ein wenig gekleckert habe. Es sind ein paar graue tupfen drauf Sad
Die Deichsel habe ich nicht komplett lackiert. Da muss noch ein Sicherungsring rangeschweißt werden. Dafür werde ich einen Karabinerhaken mit der Flex zersägen und als Öse dranschweißen.
Die Kotflügel hab ich auch mitgemacht.

Die brauchen aber auch eine kleine Nachbearbeitung. Der Pinsel hat mich leider im Stich gelassen und ich wollte jetzt keinen neuen ruinieren.
Bei Metallschutzlack ist es wichtig, billige Pinsel zu kaufen. Hinterher kannste die nur noch wegwerfen. Verdünner oder sowas bringt garnichts.


Nächste Pläne:
- Ausbesserungsarbeiten
- Schweißarbeit an der Deichsel
- Typenschild anfertigen lassen
- LED Rücklicht montieren und Kabel verlegen
- Steckverbinder anbringen (Steckdose basteln)
- Reflektoren anbringen (muss ich noch besorgen)
- Felgen und Reifen neu (wenn ich mal Geld hab, also nie)

Ich werde den ersten Beitrag immer wieder Editieren. Wie immer Wink

EDIT:
Es hat lange gedauert, aber ich bin fertig. Hier nun das Resultat meiner Basteleien.


Zuletzt von Tobias Rieper am Do 15 Jun 2017, 20:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

Beitrag von Bora am Do 01 Jun 2017, 17:11



Den gibt es zur Zeit in meiner Nähe zu kaufen.Ist das original so,mit nur einem Rücklicht?
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Re: Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

Beitrag von Tobias Rieper am Do 01 Jun 2017, 17:50

JA das ist ein MKH M1. Der hat dieses eckige Rücklicht.
Die haben allesamt nur 1 Rücklicht auf der linken Seite. Also auch M2, M3 und RB. Die haben dann aber das runde der S51.

Dieser hier ist komplett original. Der hat sogar noch die alten Schutzbleche.
Tu mir bitte ein gefallen und mach nur Rost und Dreck weg und lass ihn unlackiert.
Rost bitte ohne Rostwandler runterholen. Der holt die Verzinkung mit runter.
Dreck am besten mit Bremsenreiniger oder WD 40 runterholen.
Bewahr das Rücklicht auf, falls Du vorhast, ein LED zu verbauen. Falls Du ihn mal verkaufen willst, ist er mehr wert, wenn alle originalteile vorhanden sind.

Preislich musste halt schauen. Wenn die Rahmennummer und Typenschild vorhanden sind, sollte er 100-150 € wert sein. Sind die Papiere vorhanden etwas mehr.
Achte auch mit auf die Reifen. Die werden gern vernachlässigt und sind teils 20 Jahre alt und mehr. Falls Du neue brauchst, von Vee Rubber gibts derzeit gute Reifen in 20x2,25 für ca 15 €/Stück. Du kannst auch 20x2,5 verbauen. aber die 2,25er sind in den Papieren eingetragen.
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Re: Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

Beitrag von DonBilbo am So 04 Jun 2017, 12:28

Super Beitrag!
Danke

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Re: Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

Beitrag von Tobias Rieper am Do 15 Jun 2017, 20:41

So guckt mal ganz oben im ersten Beitrag, da ist ganz unten das Resultat meiner Arbeit.
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Re: Ein Anhänger für das Mopped - MKH DDR Simson Anhänger

Beitrag von DonBilbo am So 18 Jun 2017, 17:13

Danke, ist wirklich gut geworden!

Endlich mal jemand der sich traut sein Moped mit Hammerschlag zu lackieren Very Happy

LG Don
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