Uli aus Dachau-oder der Händler des Grauens

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Uli aus Dachau-oder der Händler des Grauens

Beitrag von dekilla am Mo 14 Mai 2018, 14:50

Der Typ macht immer weiter mit seiner krummen Masche,neuerdings sogar Romet-Elekrofahrzeuge, da kann er noch mehr Kohle abgreifen, ohne echten Kunden-Service,obwohl von Romet  offiziell auf der Karte vermerkt.
Er hat selbst von Technik keine Ahnung, nur eine Garage mit Platz für ein paar Mopeds, den angeblichen Service macht ein Feierabend-Mechaniker-Spezi einige Kilometer entfernt in seiner Garage.
Alles was hier bereits beschrieben wurde, kann ich voll bestätigen, weil selbst erlebt, mit dem Kerl (Rentner) selbst mehrfach persöhnlich aneinandergeraten , bisher nur verbal.
Warum ich bei ihm gekauft habe, andere haben auch keinen besonders guten Ruf, geringste Entfernung aller Händler , von denen nicht alle auf meine spezielle Bestellung eingehen wollten oder konnten.
Woher er so gute e-bay-Bewertungen hat, ist schleierhaft bis dubios, von mir jedenfalls nicht, da ich vorgewarnt war.
Er macht es aus Prinzip, seine Kunden zu ***.n. Und es läuft immer noch, Romet hat offenbar kein Problem mit unzufriedener Kundschaft im Ausland.
Hat sich bereits jemand bei Romet über diesen Kerl beschwert? Wenn ja , Reaktion?
Gäbe es bei uns die Möglichkeit der Sammelklage, er wäre längst Geschichte.
Wer zu den vielen Geschädigten gehört , und Interesse hat, dem Kerl das Handwerk zu legen, Kontakt erwünscht.

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Auf eBay Bewertungssystem kein Verlass

Beitrag von sheep am So 17 Jun 2018, 13:32

1. Zu den angeblichen "100%" Bewertungsstand von Ulis Motorradgarage:

Aus eigener, leidvoller Erfahrung kann ich dazu nur sagen, dass auf das eBay Bewertungssystem leider keinerlei Verlass mehr ist. Meine, in meinen Augen sachliche und berechtigte, negative Bewertung für Ulis Motorradgarage wurde durch eBay umgehend gelöscht, nachdem ich vorher vom eBay-System tagelang daran gehindert wurde, überhaupt eine Bewertung für meinen Kauf abzugeben.

Je mehr eBay eine B2C-Plattform geworden ist (d.h. Händler verkaufen an Endkunden), desto mehr ist das Bewertungssystem natürlich für die gewerblichen Händler wesentlich, um überhaupt Kunden auf dieser Plattform gewinnen zu können. Als eBay noch zu einem großen Teil eine Art virtueller Flohmarkt mit vielen privaten Verkäufern war, konnte das Bewertungssystem natürlich dabei helfen, die schwarzen Scharfe auszusortieren. In Verbindung mit den Garantien, die eBay-Käufer heute genießen, insbesondere bei der Bezahlung mit PayPal, ist das Bewertungssystem natürlich auch zu einem Werkzeug für Käufer verkommen, um per negativer Bewertung nachträgliche Rabatte usw. zu erpressen. Das ist für gewerbliche Händler verständlicherweise unattraktiv.

EBay selbst ist grundsätzlich an einem reibungslosen Geschäftsbetrieb interessiert- nur dann sprudeln die Einnahmen, die heute vor allem von gewerblichen Verkäufern generiert werden. Leider genießt das Bewertungssystem immer noch aus der Anfangszeit von eBay ein hohes Vertrauen- in meinen Augen hat es sich noch nicht ausreichend herumgesprochen, dass Händlern offenbar die Möglichkeit eingeräumt wird, unerwünschte Bewertungen entfernen zu lassen. Wie die Händler das schaffen - indem sie beispielsweise bei eBay wahrheitswidrig eine Bewertungserpressung (s.o.) behaupten - ist mir unbekannt. Da sich eBay bei allen diesen Vorgängen nicht in die Karten schauen lässt und eine Überprüfung der Fakten für die Beteiligten nicht möglich ist, kann man über die genauen Abläufe nur spekulieren.

2. Ulis Motorradgarage ist offizieller Vertragshändler von Romet

Unter dem "Vertragshändler einer Fahrzeugmarke" stellt sich der unvoreingenommene Betrachter eine Firma vor, die über ein Ladengeschäft mit ausgestellten Fahrzeugen, angeschlossener Werkstatt und eingelagerten Ersatzteilen verfügt. Weiterhin hält sie Fahrzeuge für Probefahrten vor und berät Kunden vor und nach dem Kauf. Sie hat ausgebildete Mechaniker und einen Meister angestellt und stellt das Bindeglied zwischen Verbraucher und Fahrzeughersteller dar. Das gilt für die meisten Motorradhändler, die Marken wie BMW, Kawasaki, Yamaha usw. vertreten. Diese Händler müssen an Schulungen der Herstellers teilnehmen, einen gewissen Bestand an Fahrzeugen und Ersatzteilen vorhalten und sich an bestimmte Vorgaben des Herstellers halten, beispielsweise exklusiv eine bestimmte Marke zu vertreiben und auch nur vom Hersteller genehmigte Ersatzteile zu verbauen.

Wenn ein Händler als "Vertragshändler für Romet" auftritt, darf man jedenfalls nicht davon ausgehen, dass all dies hier auch zutrifft. In der Praxis werden regelmäßig Fahrzeuge verkauft, die der betreffende Händler niemals zu Gesicht bekommt. Sie werden über ein Verteilersystem durch mehrere Speditionen letztlich auf einer Palette direkt aus Polen geliefert, was im Einzelfall durchaus mehrere Wochen dauern kann. Berichte von einzelnen Käufern, die von wenigen Tagen Lieferzeit berichten, mögen zutreffend sein, sie beschreiben aber nicht den Durchschnittsfall.

Bedauerlich ist, dass die Verkaufsanzeigen teilweise so gestaltet sind, dass der Eindruck erweckt wird, als würden lagermäßig vorhandene Fahrzeuge angeboten. Einige Romet-Händler schreiben dazu, dass es zu langen Lieferzeiten kommen kann. Andere Händler halten die Aussagen bewusst so schwammig, dass der Käufer von einem Lagerfahrzeug beim Händler ausgehen muss. Was das gesamte Format der Händler angeht, muss man wohl davon ausgehen, dass da in vielen Fällen einfach jemand am Küchentisch am Laptop ein paar Fahrzeuge vermittelt, aber über kein geregeltes Rechnungswesen oder eine Werkstatt oder Ähnliches verfügt. Im Grunde darf eben jeder bei uns Motorräder oder Elektroautos verkaufen, wenn er einen Hersteller findet, der ihn beliefert. Das bringt mich zum nächsten Punkt:

3. Romet weiß nichts von alledem ?

Im Umgang mit osteuropäischen Firmen spielen leider immer noch Sprachprobleme eine Rolle, da man dort mit Englisch nicht immer voran kommt. Hinzu kommt, dass osteuropäische Hersteller sich auf dem osteuropäischen Markt den jeweiligen Möglichkeiten anpassen, d.h. sich hinsichtlich der Qualität und der Preisgestaltung der Ware den dortigen Erwartungen und, vor allem, den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Käufer anpassen. Das führt im Normalfall dazu, dass eine direkte Teilnahme am westeuropäischen Markt gar nicht angestrebt wird oder wenn doch, der Vertrieb über westeuropäische Handelspartner erfolgt.  

Dazu ein Beispiel: In Verbrauchermärkten wie real werden bei uns regelmäßig Waschmaschinen aus polnischer Produktion angeboten. Sie sind äußerst günstig im Preis und nach meiner Erfahrung von eher mäßiger Qualität. Im Reparaturfall wird man jedoch nicht vom polnischen Hersteller mit Ersatzteilen beliefert (auch wenn Onlineshops dazu eigentlich verpflichtet wären), sondern man muss dieselben Ersatzteile in Deutschland vom deutschen Vertriebspartner für ein Mehrfaches (!) des polnischen Preises beziehen.

Dass Romet sich für einen direkten Vertrieb über eigene "Vertragshändler" entschieden hat ist, so gesehen, ein Kuriosum. Natürlich würde ein deutsches Vertriebszentrum mit hiesigem Ersatzteillager und geschulten Fachhändlern auch eher dem entsprechen, was man von den hiesigen "Vertragshändlern" (s.o.) erwarten würde, anderseits muss man auch sagen, dass diese Motorräder gegen etablierte Hersteller, die auch in Asien fertigen lassen, nur auf der "Superbilligschiene" eine Chance haben. Es gibt ja bei uns Anbieter, die ähnliche Motorräder über ein nachvollziehbares Händlernetz in Deutschland anbieten, aber da kostet ein vergleichbares Motorrad wie z.B. eine 125er Romet eben auch gleich wieder dreitausend Euro. Sehr viel teurer sind die Einstiegsangebote der bekannten Marken dann auch nicht mehr.

Wie Romet sich zu den hier im Forum immer wieder erhobenen Vorwürfen gegen einzelne Händler stellt, wäre einerseits interessant zu erfahren. Anderseits - warum sollte Romet tätig werden? Das deutsche Recht (siehe Dieselskandal im Automobilbereich) verweist einen geschädigten Fahrzeugkäufer immer zuerst an den Verkäufer. Handelt es sich bei dem Verkäufer um eine, sagen wir mal, eher finanziell unvermögende Existenz, dann kann ein Anspruch, etwa aus der Produkthaftung, zwar formuliert und auch gerichtlich geltend gemacht werden, aber wo nichts zu holen ist, ist nichts zu holen. Ein Durchgriff auf den Hersteller, das mussten viele VW-, Audi- und Porschefahrer schmerzlich erfahren, ist selbst innerhalb Deutschlands schwierig. Romet ist fein heraus, und auf eine langfristige Etablierung der Marke in Deutschland scheint man ohnehin wenig Wert zu legen. Eher lacht man sich zwielichtige Handelspartner an und nimmt mit, was mitzunehmen ist.

4. Fazit

Dass Romet sich in Deutschland auf eine Händlerschaft stützt, die offenbar nicht immer den Erwartungen der Kundschaft entspricht (um es vorsichtig zu formulieren), ist vielliecht keine Nachlässigkeit, sondern möglicherweise Teil des Verkaufskonzepts. Ein deutscher Vertriebspartner, der nachvollziehbar Garantiefälle bearbeitet, seine Händler schult, auf die Einhaltung von Mindeststandards achtet (Abnahmeinspektionen!) und bei Produktfehlern für die Produkthaftung gerade steht. müsste diese Leistungen in seine Preisgestaltung einbeziehen.
Dagegen lassen Händler, die über eBay oder eBay Kleinanzeigen Motorräder vermitteln und ihren Geschäftsbetrieb am Küchentisch abwickeln, all diese Gesichtspunkte einfach außer Acht. Sie würden als Einzelunternehmer zwar voll haften, ob sie dazu aber überhaupt in der Lage wären, sei dahingestellt.

Vom Gesetzgeber müsste man im Grunde verlangen, dass nur derjenige Kfz gewerblich verkaufen darf, der auch für Folgendes garantieren kann:


  • Sachgerechte Übergabeinspektion
  • Versicherung gegen Ansprüche aus Produkthaftung
  • Garantierte Ersatzteilversorgung mit betriebs- und sicherheitsrelevanten Teilen
  • Zeit- und ortsnahe Garantieleistungen
  • Überprüfbares Geschäfts- und Rechnungswesen
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Re: Uli aus Dachau-oder der Händler des Grauens

Beitrag von Chris77 am So 17 Jun 2018, 19:30

Das hast du schön geschrieben. Smile
Ich kenne Uli aus Dachau zwar nicht, aber das ist wohl generell der übliche Vertriebsweg aus Fernost. Denn man braucht sich oftmals nur die Bilder an zu schauen und weiß, wo es lang geht. Ich meine, ich darf mich über meinen Lieferanten nicht beschweren. Mit der Lieferung hat ja auch alles gut geklappt. Was natürlich dort im Garantiefall passiert, weiß ich nicht. Ich bin auch nicht scharf darauf es zu erfahren. Aber im Vorfeld habe ich natürlich auch recherchiert und war irritiert, daß der Händler sonst Haushaltswaren vertreibt.....
Also wird es auch hier nicht anders sein, als von dir oben beschrieben. Wenigstens haben die ihre gemachten Versprechungen eingehalten.....
Aber derzeit bin ich noch glücklich und zufrieden mit meinem Töff. Und das ist das Wichtigste.

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Re: Uli aus Dachau-oder der Händler des Grauens

Beitrag von sheep am Mo 18 Jun 2018, 00:39

Chris77 schrieb:Das hast du schön geschrieben. Smile
Vielen Dank für das Lob Very Happy . Und schön, dass Du Freude an Deinem Gefährt hast. Mittlerweile konnte ich auch schon einige Touren mit meiner Caffe 125 genießen. Das Schöne an einer 125er mit "richtigem" Motorradkennzeichen ist, dass man nicht dauernd krampfhaft von Autos überholt wird, auch wenn man langsam fährt.  Wink
Ich wünsche Dir und allen Mopedfreunden hier ebenfalls gute Fahrt! Cool
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