Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von atddorf am Do 26 Apr 2012, 07:20

Habe den Beitrag einfach mal genommen.
Ein 16 Jähriger motzt das Teil auf ???
Aber wo liegt der Sinn ????
Die Politiker versuchen gerade den B Lappen mit 16 durch zu bekommen und die sollen dann 80 fahren dürfen!!!!!!
Und 50ger nur 45 ??????
Was ist denn das für ein schwachsinn hier in BRD???
Sollen sie die 50ger auf 60 machen wenn mann den 16 Jährigen zutraut Auto zu fahren mit 80 km/h!!!


Carisma84 schrieb:Liegt aber auch wieder mit an den Leuten die 50er fahren...

Ist doch ne Tatsache, wenn ein 16-Jähriger ein Moped fahren darf ist doch das erste was er macht das Teil auf min. 80 aufzumotzen... Das kann es doch auch nicht sein.

Würden die *Tuner* die Kirche im Dorf lassen, würde die Polizei das auch tun... Wink Ich denke die wenigsten Polizisten würden ne Anzeige schreiben wenn das Moped 55 läuft oder so. aber es müssen ja immer direkt 70-80-90 sein... Warum haben se nicht gleich 125er lappen gemacht wenn se heizen wollen?!
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Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Tobias Rieper am Do 26 Apr 2012, 13:58

Es gibt kein legal schneller fahren mehr. Früher ging das noch, wenn alles original wahr, haste halt gut eingefahren. Aber heute biste dafür verantwortlich dass es gedrosselt wird, egal wie. Ich finds lächerlich mit dieser Regelung. und mit der Topspeed von 45 kmh kommt es immer drauf an wo man fährt.

Ich fahre in der Stadt und auch viel Landstraße.
Für die Stadt langen mir die 45-50 da man ja eh nach 50m wieder steht. Ein tick mehr anzug wäre schon schöner, da hier teils ein bisschen Steigung ist.

Auf der Landstraße sieht es da anders aus. Da könnte man schön Gas geben. Lange öde Teilstücke und dann diese gefährlichen Drängler. Fahren grundsätzlich 90-100. Auch an Steigungen und Kurven. Jetzt tuckert da einer mit 45 kmh (35 kmh an Steigung) rum und von hinten kommt ein großer mit mehr als dem doppelten Tempo. Das ist schon heftig, falls der einen erwischen sollte. Ganz ehrlich, dafür sehe ich Tuning ein.

Simson:
Die DDR war ein wenig anders eingestellt. Jeder war froh, einen fahrbaren Untersatz zu haben. Unr wenn es nur eine Schwalbe war. Da ja nicht jeder einen Trabbi haben konnte, und viele am *** der Heide wohnten, wurden halt kleine günstige Fahrzeuge gebaut. Es gab ein Tempolimit von 100 in ganz DDR und da war dann eine Simson mit 60 kmh kein Verkehrshindernis. Viele brauchten die Simsons als Überlandfahrzeug und fuhren viel Landstraße.
Jetzt nach der Wende zu sagen, alle müssen ihre Kisten drosseln, wäre wahnsinn gewesen. Alleine von der Schwalbe gabs 1.25 Mio Exemplare. S50/S51/S53 nochmal so viel. Dann SR1/2/3 SR50, Habicht, Star usw, das wäre ein riesen Aufwand gewesen.

Mal ehrlich, die meisten Simsons laufen Original 70. (1 Person mit 80 KG) mit 2 Personen drauf dann die 60 kmh. Die Simsons wurden alle so abgestimmt, dass die Voll beladen die 60 erreichten. Wenn du jetzt ein Pimpf mit 55 KG bist, und dich auf den Tank legst, kannst du mit einer S51 über 80 fahren. Ist ja auch kein Wunder bei 80Kg Lehrmasse.
Ich hatte mal eine S51 mit nem 15 PS Motor drinne.
(RZT SVI 75, 6 Kanal, Membrangesteuert) Bei 3000 Umins lagen schon 7 PS an der Kupplung an. Den Tacho (100er) habe ich bis zur 0 umrundet.
Der Lenker hat geflattert, das Heck hat gewackelt, und der Motor klang wie eine Turbine. Aber es gibt auch hier wahnsinnige, die Motoren mit 25-35 PS einbauen. Wie Wahnsinnig muss man eigentlich Sein?!?

EGAL in meine Zipp kommt auch noch was Drehmomentoptimierendes Rein. Ich will nicht rasen, nur schnell wegkommen und am Berg nicht stehenbleiben. Das langt schon. Wäre schöner wenn diese dämlichen Einfallspinsel im Bundestag mal ihre Köppe mal durchlüften würden. Sollen die doch mal nen Monat mit einer 50er rumfahren. Dann sehen die mal, was die uns so zumuten. Die Regelungen sollten wirklich umgepackt werden.

- Mofa ganz weg, 50er ab 15 Jahre mit 60 kmh und vernünftigen Unterricht
- A1 Ab 16, Stufe 1 125er auf 85kmh, ab 18 dann Stufe 2 normal, Max Leistung auf 20 PS erhöhen statt 15 PS derzeit
- Autolappen ab 16. Stufe 1 bis 60kmh Kleinstautos zb APE etc, Stufe 2 ab 17 begrenzt 60 PS, ab 18 Offen
- Motorradlappen ab 18 begrenzt auf 40 PS ab 20 jahre offen.
Alle die noch die alten Führerscheine haben und 125er drinne haben, müssen nochmal zur Fahrschule und ein Trainingsnachweis mitführen.

Das wäre eine gute Regelung denke ich. Keiner müsste mehr Frisieren. Alle wären schnell genug und hätten genug kraft unterm Hintern. Und diesen Mist den die derzeit machen mit dem drosseln, wenn die werksseitig schneller fährt, sollte man wieder wie früher behandeln.
Oder was wollen die denn Sagen wenn ich ein langes Gefälle runterfahre und mit meiner 50er dann 100 fahre, weils bergab geht?!? Wenn 100 erlaubt sind, würd ich den Teufel tun und grundlos die ganze zeit bremsen. Das ist einfach nur verschwendung. wenn dann nur noch 80,60 oder so wäre, ok, dann schon. Aber es ist soooooo albern geworden....
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Admin am Do 26 Apr 2012, 16:43

*Thema geteilt*

Ich stimme den Vorschlägen von TR zu, jedoch stören mich diese Punkte:

- Motorradlappen ab 18 begrenzt auf 40 PS ab 20 jahre offen.
Das ist nicht zu vertreten. Ich könnte mir selbst mit 20 nicht zutrauen, eine 98PS Maschine zu fahren, dann wär ich spätestens eine Woche nach meinem 20. Geburtstag tot.


- Autolappen ab 16. Stufe 1 bis 60kmh Kleinstautos zb APE etc, Stufe 2 ab 17 begrenzt 60 PS, ab 18 Offen

Ich glaube die Drosselung von Autos ist ein bisschen komplizierter als die von Motorrädern Very Happy
Die Führerschein ab 17 Regelung finde ich hervorragend, weil die entsprechenden Personen vor allem durch ihre Eltern lernen, auch wenn es nervig ist. Ich hab selbst das Programm mitgemacht und bin heute noch positiv angetan.

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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Tobias Rieper am Do 26 Apr 2012, 16:54

Naja wenn du A machst, darfst du derzeit 34 PS haben soweit ich weiss. Hast auch die begrenzung nach 2 jahren weg. Daher sehe ich da eigentlich keine Probleme. Viele große Motorräder werden dann mit einem kleinen Vergaser gedrosselt. Stell dir halt vor, bist 18 machst A und weil Geld ja keine rolle spielt, kaufst du eine Hayabusa. Diese wird nun von 170 auf 40 PS gedrosselt vom Händler. Nach 2 Jahren hast du dich an das Gewicht und Fahrwerk gewöhnt. Dann darfst du zum Händler und der baut den richtigen Vergaser ein. Wenn der Fahrer jetzt so blöde ist, Gas voll aufzureissen, passiert wohl das hier.

Kuck mal, mein neues Motorrad!, Chilloutzone.



Mit kleinstwagen mein ich die dinger mit 50er Mopedmotor drinne, die bei Gegenwind stehenbleiben. So von der Größer her wie eine APE von Piaggio. Da sehe ich eigentlich kein Problem mit.


Zuletzt von Tobias Rieper am So 29 Apr 2012, 16:00 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Admin am Do 26 Apr 2012, 16:56

Naja wenn du A machst, darfst du derzeit 34 PS haben soweit ich weiss. Hast auch die begrenzung nach 2 jahren weg. Daher sehe ich da eigentlich keine Probleme.
Das Problem ist jemand, der den Moppedschein mit 20 macht und dann sofort offen fährt. Das ist mehr als Lebensgefährlich.

Mit kleinstwagen mein ich die dinger mit 50er Mopedmotor drinne, die bei Gegenwind stehenbleiben. So von der Größer her wie eine APE von Piaggio. Da sehe ich eigentlich kein Problem mit.
Ich meinte deine 2. Stufe. Die mit der Beschränkung auf 60PS.

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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Tobias Rieper am Do 26 Apr 2012, 17:10

Ja die Sperre im A Lappen ist derzeit auch da. Das oben war jetzt nur wer den mit 18 mitmacht... egal sperre bleibt auf jeden fall.

So und bei den minderjährigen Fahranfängern sollte eh ein Erwachsener mitfahren. War das nicht auch so bei dem Versuch von denen?

Und 60PS ist heutzutage das mindeste was man haben sollte. sonst kommst auf der Autobahn nicht mit beim überholen. könnte man auch eine schwimmende PS Sperre reinmachen, also zb 1. Jahr bis 75 PS, ab 2. Jahr bis 125 PS usw....

Sind ja letztendlich eh nur Ideen, die es nie umgesetzt geben wird.
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Carisma84 am Do 26 Apr 2012, 20:30

Die Diskussionen sind ja ganz nett... aber jetzt überlegt mal:

a) es wird sich sowieso nix ändern! Und das ist auch gut so, denn ich bin der Meinung so wie es ist kann es bleiben!

b) Wer sich mit 16 ne Maschine kaufen und auch unterhalten kann die mehr Leistung hat, der hat auch Kohle für den passenden Führerschein!!!

c) Mit 15 ist 25 MEHR ALS GENUG! Guckt euch mal die heutige Jugend an... die kann man normalerweise erst mit 22 auf den Straßenverkehr loslassen... (gilt natürlich nicht für alle, aber VIELE)

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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Admin am Do 26 Apr 2012, 20:58

Da stimme ich dir zu. Meinetwegen kann alles so belassen werden, ich bin relativ zufrieden Wink

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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Machinehead am Do 26 Apr 2012, 22:02

...man könnte was ändern, aber, wer hat schon die Kondition und das Geld und die Nerven schwierige Prozesse gegen bestehendes Unrecht durchzusetzen Question
Von mir aus kann es auch so bleiben...

Bis auf die Interessenwahrnehmung von Minderheiten, wie die LKR Verordnung von 1980, da diese gegen das Grundgesetz verstößt.Es kann nicht angehen, dass nur diejenigen die vor 1980 ihren Autoführerschein gemacht haben 125er ohne Fahrprüfung fahren dürfen, andere Klasse 3 Inhaber dürfen das nicht.
Entweder alle oder keiner!
Dasselbe gilt für die Sonderregelung der 60Km/H Verordnung für Mopeds aus der ehemaligen DDR.
Entweder alle, oder keiner!

Das sind so Sachen die entbehren jeglicher Grundlage und gehören ins Museum, oder vor's Verfassungsgericht.
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von wavelow am So 29 Apr 2012, 13:47

...man könnte was ändern, aber, wer hat schon die Kondition und das Geld und die Nerven schwierige Prozesse gegen bestehendes Unrecht durchzusetzen

Och... Man kann ja schon unbequem werden. Wäre nicht das erste Mal, daß ich Leute genervt habe Twisted Evil Nur weil etwas ist wie es ist, muss es nicht so bleiben. Oder weil wir es ja schon immer so gemacht haben bleibt das jetzt so. Muss nicht so sein. Das Problem ist, das die Masse einfach zu bequem, zu ängstlich, zu faul und was weiss ich ist und sich immer alles gefallen lässt.

Habe grad eine 100 km Rollertour hinter mir, da hat man bei dem gemütlichen Tempo viel Zeit zum Nachdenken. Als erstes werde ich den grade aufstrebenden Piraten hier bei mir mal einen Vorschlag unterbreiten, damit sie schon mal ein Thema in Sachen Verkehrspolitik haben. Die berühmte Sache mit dem 125cc Führerschein für Autofahrer wurmt mich nämlich immer noch.
Brüssel hat hier jedem Land freie Hand gelassen, diesen Passus zu regeln wie es will. Und was tat die deutsche ignorante Regierung: Nahm diese Möglichkeit nicht wahr.

Für mich heisst das nämlich: Sie halten das deutsche Autofahrervolk für zu dämlich eine kleine schwachbrüstige 125cc Maschine durch den deutschen Verkehr zu lotsen (= Beleidigung). Oder/und: Die deutsche Fahrschullobby hat sich da mal wieder mit eingemischt und schön geklüngelt. Denn denen bringt das weiterhin viel Geld ein. Wäre doch doof, wenn die Regierung das einfach so ändern würde... (= Klüngelei).


Österreich hat vorgemacht wie man die neuen EU Führerscheinmöglichkeiten zu Gunsten seines Volkes auch umsetzen kann:


- mindestens 5 Jahre ununterbrochener Besitz einer gültigen Lenkberechtigung der Klasse B
- Keine weiteren Führerschein-Probezeit-Einschränkungen
- Nachweis des praktischen Fahrunterrichtes im Ausmaß von insgesamt mindestens 6 Stunden in Fahrschulen oder bei einem Autofahrerclub
- Eintragung des Codes 111 in den Führerschein (vorher darf nicht gefahren werden!)

Hat man den Code 111 im Lappen eintragen lassen darf mit dem B-Führerschein ein Motorrad mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 ccm und einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW gelenkt werden.

Hier fand eindeutig keine Klüngelei mit der Fahrschulmafia stand. Daher ausdrücklich die Möglichkeit, diese sechs Stunden Unterricht auch bei einem Automobilclub zu machen. Die 6 Stunden Unterricht finde ich sinnvoll und angemessen. Aber das reicht dann auch.
In Deutschland werde ich gezwungen quasi eine Airbus A380 Lizenz zu machen obwohl ich nur eine kleine einmotorige Cessna fliegen möchte. Und das nervt mich. Es gibt zwar mehrere A-Schein Versionen. In der Praxis kosten die aber alle das selbe, weil schwachsinnigerweise überall die gleichen Pflichtstunden vorgeschrieben wurden. Das ist völlig unverhältnismässig. Die Fahrschulen freuen sich natürlich und sind auch nicht so ganz unschuldig daran... Deren Lobbyvertreter machen einen guten Job in Berlin.


Wir sind das Volk! - Ändern:
Berlin hat die Möglichkeit diesen nationalen Füherschein Passus jederzeit zu ändern. Am besten das österreichische Vorbild übernehmen, weil es mit Sinn und Verstand gemacht wurde. Da man von den sog. etablierten Parteien eh nichts erwarten kann in der Hinsicht, sollen sich die Piraten dem Thema mal annehmen. Denn die werden bei der nächsten Bundestagswahl in das Parlament einziehen und das nicht zu knapp.

Österreicher die in Deutschland fahren möchten:
Kaum gab es in Österreich diesen Führerschein Passus Code 111 gab es auch schon die ersten rechtlichen Probleme: Darf ein österreichischer Tourist auf seinem 125er Hobel, mit Code 111 im Führerschein durch Deutschland fahren? Stirnrunzeln bei den Verkehrsjuristen und Automobilclubs...
Die Sache ist rechtlich nämlich ziemlich kompliziert. Eigentlich darf er es nicht. Andererseits haben sich die EU Länder gegenseitig die Anerkennung ihrer Fahrerlaubnisse versprochen... Tja.. und nu?
Nun verhandeln der ÖAMTC und der ADAC mit ihren Juristen eine Regelung und wollen sie der deutschen Regierung vorlegen. Und GENAU DARAUF lauere ich nun wie ein Luchs!
Denn wenn es den Österreichern hier erlaubt wird, bricht das EU Recht und den Gleichheitsgrundsatz komplett. Dann müssen sie es auch den Deutschen erlauben bzw. wird dann ein Führerscheintourismus nach Österreich einsetzen. Dort kurzzeitig (oder über Freunde) Wohnsitz melden, Österreich Führerschein ausstellen lassen, 6 Stunden Unterrricht, Code 111 eintragen lassen und schon darf ich auch in Deutschland fahren.

Gleichheitsgrundsatz / Diskriminierung:

Generell bin ich der Überzeugung daß dieses Thema eh schon den europäischen Gleichheitsgrundsatz bricht. Denn was einem Österreicher, Spanier und Italiener zugestanden wird, muss auch allen anderen Europäern erlaubt sein.
Zum Beispiel könnte ich ja an der deutsch-österreichischen Grenze wohnen. Mein österreichischer Nachbar hat einen Semmelbringdienst auf zwei Rädern. Seine Fahrer haben alle nur B-Führerscheine mit Code 111. Die Semmelbringfahrzeuge sind alles 125er Maschinen und er kann die Semmeln mit Tempo 90 schnell zu den Kunden bringen.
Ich auf der deutschen Seite darf nur 50cc Maschinen einsetzen die auch nur 45 km/h fahren dürfen weil ich nur Fahrer finde die den B Lappen haben.
Ich bin also total benachteiligt und werde durch diese Regelung diskriminiert und in der Ausübung meines Geschäfts behindert. Und genau das ist laut EU Recht nicht gestattet!

Entweder muss Österreich seine Regelung wieder einstampfen oder alle EU Länder müssen die gleichen Regeln haben.

Nun könnt ihr mal Juristen fragen die sich ein wenig mit EU Recht beschäftigen ob ich Recht habe oder nicht ;-)





Zuletzt von wavelow am So 29 Apr 2012, 14:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Tobias Rieper am So 29 Apr 2012, 14:00

@ Wavelow
ich halte das mit den 125ern ohne weitere Prüfung für zu gefährlich. Mein Stiefvater ist jetzt 53 und hat sich eine 125er Vespa gekauft und fährt damit rum. Der hat das letzte mal vor 30 Jahren auf sonem Ding gesessen und fährt wirklich wie .... naja egal.

Am liebsten würd ich ihn nochmal zur Fahrschule prügeln, damit der wenigstens noch ein paar Theoriestunden zu Fahrphysik bekommt. Obwohl ich mal ehrlich sagen muss, ich bin die Vespa auch gefahren, es ist nicht grad das beste Fahrzeug für einen Fahranfänger.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass es noch viele mehr wie ihn gibt, wird mir ganz anders.
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von wavelow am So 29 Apr 2012, 14:13

Prüfung, Unterricht... alles OK. Bin ich auch für und sehe ich auch ein. Aber im Rahmen muss es bleiben! Darum geht es mir. Es muss möglich sein für eine 125 Lizenz nicht so viel Aufwand zu betreiben als wenn ich eine 1300cm Rennmaschine fahren will. Das sind doch völlig unterschiedliche Welten.

Und deinem Stiefvater würden 6 vernünftige Unterrrichtsstunden bei einem guten Motorradtrainer wahrscheinlich sehr, sehr viel bringen! Es gibt Sicherheitstrainings beim ADAC. Das macht Spaß, man trifft nette Leute dort und lernt immer wieder was dazu... Ich habe das sogar mit dem Auto alle paar Jahre mal gemacht. Weil man durch die jahrelange Routine glaubt man kann alles. Ist aber ein Irrtum... So ein Training öffnet einem wieder die Augen für ein paar Jahre.



Hier mal eines von vielen Foren wo dieses Problem diskutiert wird. Auch mit vielen Paragraphen bestückt wo man dann selber nachschauen kann wer Recht hat.
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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Machinehead am So 29 Apr 2012, 16:22

wavelow schrieb:
Für mich heisst das nämlich: Sie halten das deutsche Autofahrervolk für zu dämlich eine kleine schwachbrüstige 125cc Maschine durch den deutschen Verkehr zu lotsen (= Beleidigung). Oder/und: Die deutsche Fahrschullobby hat sich da mal wieder mit eingemischt und schön geklüngelt. Denn denen bringt das weiterhin viel Geld ein. Wäre doch doof, wenn die Regierung das einfach so ändern würde... (= Klüngelei).

So sehe ich das auch.Ist halt nur leider so, dass der deutsche Bundesbürger alles mit sich machen lässt.So etwas verführt zur Megaverar...ung.

wavelow schrieb:Hier fand eindeutig keine Klüngelei mit der Fahrschulmafia stand. Daher ausdrücklich die Möglichkeit, diese sechs Stunden Unterricht auch bei einem Automobilclub zu machen. Die 6 Stunden Unterricht finde ich sinnvoll und angemessen. Aber das reicht dann auch.
In Deutschland werde ich gezwungen quasi eine Airbus A380 Lizenz zu machen obwohl ich nur eine kleine einmotorige Cessna fliegen möchte. Und das nervt mich. Es gibt zwar mehrere A-Schein Versionen. In der Praxis kosten die aber alle das selbe, weil schwachsinnigerweise überall die gleichen Pflichtstunden vorgeschrieben wurden. Das ist völlig unverhältnismässig. Die Fahrschulen freuen sich natürlich und sind auch nicht so ganz unschuldig daran... Deren Lobbyvertreter machen einen guten Job in Berlin.

Genau so ist es, unsereins bezahlt für einen Führerschein 1200€, andererseits lässt man allerdings schon 16 Jährige mit 125 nach bestandener Prüfung mit 125ccm auf deutschen Straßen zu, und irgend welche Opas, die ihre Lizenz vor 1980 erworben haben sogar ohne Prüfung.Das ist echt ein Witz...daran wird der Schwachsinn erkennbar.

wavelow schrieb:
Wir sind das Volk! - Ändern:
Berlin hat die Möglichkeit diesen nationalen Füherschein Passus jederzeit zu ändern. Am besten das österreichische Vorbild übernehmen, weil es mit Sinn und Verstand gemacht wurde. Da man von den sog. etablierten Parteien eh nichts erwarten kann in der Hinsicht, sollen sich die Piraten dem Thema mal annehmen. Denn die werden bei der nächsten Bundestagswahl in das Parlament einziehen und das nicht zu knapp.
Eine gute Alternative zu den etablierten Parteien und eine Folge dessen, wenn man Politik praktiziert und Entscheidungen fällt über den Köpfen der Wähler hinweg um nur eigene Interessen wahrzunehmen.
Wenn die Piraten noch in ihrem Programm Verstaatlichung der Schlüsselkonzerne von Energie und Ölwirtschaft mit reinbringen, würden die bei der nächsten Wahl abräumen...und tschüss Frau Merkel Twisted Evil
Ein guter Ansatz etwas an der LKR von 1980 zu ändern, denn die Suchen noch nach gescheiten Vorschlägen und Konzepten
Prinzipiell ist alles besser als das momentan bestehende System von Lobbyisten und finanzpolitischer Inkompetenz.Ich persönlich sehe mit der Milliardenverschuldung nur anhand der Annahme das der deutsche Mittelverdiener finanzkräftig genug ist diesen Blödsinn zu bezahlen, sowieso das Ende der Ära deutscher etablierter Parteien.
wavelow schrieb:
Österreicher die in Deutschland fahren möchten:
Kaum gab es in Österreich diesen Führerschein Passus Code 111 gab es auch schon die ersten rechtlichen Probleme: Darf ein österreichischer Tourist auf seinem 125er Hobel, mit Code 111 im Führerschein durch Deutschland fahren? Stirnrunzeln bei den Verkehrsjuristen und Automobilclubs...
Die Sache ist rechtlich nämlich ziemlich kompliziert. Eigentlich darf er es nicht. Andererseits haben sich die EU Länder gegenseitig die Anerkennung ihrer Fahrerlaubnisse versprochen... Tja.. und nu?
Nun verhandeln der ÖAMTC und der ADAC mit ihren Juristen eine Regelung und wollen sie der deutschen Regierung vorlegen. Und GENAU DARAUF lauere ich nun wie ein Luchs!
Denn wenn es den Österreichern hier erlaubt wird, bricht das EU Recht und den Gleichheitsgrundsatz komplett. Dann müssen sie es auch den Deutschen erlauben bzw. wird dann ein Führerscheintourismus nach Österreich einsetzen. Dort kurzzeitig (oder über Freunde) Wohnsitz melden, Österreich Führerschein ausstellen lassen, 6 Stunden Unterrricht, Code 111 eintragen lassen und schon darf ich auch in Deutschland fahren.

Gleichheitsgrundsatz / Diskriminierung:

Generell bin ich der Überzeugung daß dieses Thema eh schon den europäischen Gleichheitsgrundsatz bricht. Denn was einem Österreicher, Spanier und Italiener zugestanden wird, muss auch allen anderen Europäern erlaubt sein.
Zum Beispiel könnte ich ja an der deutsch-österreichischen Grenze wohnen. Mein österreichischer Nachbar hat einen Semmelbringdienst auf zwei Rädern. Seine Fahrer haben alle nur B-Führerscheine mit Code 111. Die Semmelbringfahrzeuge sind alles 125er Maschinen und er kann die Semmeln mit Tempo 90 schnell zu den Kunden bringen.
Ich auf der deutschen Seite darf nur 50cc Maschinen einsetzen die auch nur 45 km/h fahren dürfen weil ich nur Fahrer finde die den B Lappen haben.
Ich bin also total benachteiligt und werde durch diese Regelung diskriminiert und in der Ausübung meines Geschäfts behindert. Und genau das ist laut EU Recht nicht gestattet!

Entweder muss Österreich seine Regelung wieder einstampfen oder alle EU Länder müssen die gleichen Regeln haben.

Nun könnt ihr mal Juristen fragen die sich ein wenig mit EU Recht beschäftigen ob ich Recht habe oder nicht ;-)
Nicht nur in Österreich, sondern auch in Italien, nirgendwo, außer in good old Germany gilt so eine bescheuerte 45Km/H Regelung für Leute die schon über 20 Jahre Auto gefahren sind, gleichzeitig aber 16jährige auf 125ccm Maschinen setzt, wenn sie die Kohle dafür haben und ältere Herren mit Alzheimer.


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Re: Vorschläge für neue Regelungen der Führerscheinklassen

Beitrag von Tobias Rieper am So 29 Apr 2012, 18:45

Es ist sowieso eine Frechheit was hier so alles durchgezogen wird.

Die Deutschen lassen sich alles gefallen. Ich freue mich immer, wenn Nachrichten ausm Ausland kommen. Z.B. Frankreich. Die machen noch richtig Randale wenn denen was nicht passt. Haben sogar den Sarkozy öffentlich angegriffen. Sowas traut sich hier keiner mehr.
Daher hier jetzt mal ein ÖFFENTLICHER AUFRUF <<>> LEUTE GEHT MAL WIEDER AUF DIE STRAßE, wenn Euch was nicht passt.
Ich würd ja auch hingehen, wenn die Demos nicht immer so weit weg wären. Und eins versprech ich hier im Forum, wenn mir Angi oder son anderer Depp mal vors Fahrzeug rennt, bremse ich nicht!!! Ich habe dann zwar nicht mehr viel davon, aber andere...

Diese 45 kmh regel gibt es so nur hier. Aber was es in anderen Ländern gibt ist die 50ccm Regel mit Autolappen. In den USA zb auch neuerdings. Nur ist es nicht interessant wie schnell die kleinen 50er fahren.
Ich hatte mal kurzzeitig nen X8R-X von Honda.... Ja ich hatte mal ein fahrendes Chemieklo und schäme mich dafür. Dieser durfte hier 50 kmh fahren. In Japan durfte der 110 fahren mit dem gleichen kleinen Motor.
Das habe ich mal rausbekommen, als ich über nen importeur Ersatzteile ordern wollte. Was soll so ein Käse? Und dann die blöden sprüche vonne bullen ala: "Du darfst nur 45, mehr hält das Fahrwerk nicht aus...." Son quatsch....

Wir brauchen keine 10 Führerscheine für Normalbürger. Wir brauchen 3 und dazu vernünftigen Unterricht. Dem Schulfreund meines Stiefvaters haben sie damals in der Fahrschule nicht beigebracht, wie man mit Sozius fährt. Als ich mal hinten drauf saß, war der völlig überfordert.

So und was mir wirklich wichtig ist, die ganzen alten säcke mit ihren Sonderrechten, müssten mal eine reingewürkt bekommen. Entweder nachweisen, dass sie seit 1980 eine 125er hatten, (max 5 Jahre zurückliegend) oder nochmal Schulbank drücken. Habe genug davon, dass so ein vergreisster Scheintoter ungestraft den Verkehr gefärden darf.

Diese Führerscheindiskrepanzen müssen unbedingt mal überarbeitet werden. Und ich sag euch, wenn eine Partei das in ihr Programm aufnimmt, und dem auch priorität gibt, kriegen die auf jeden Fall meine Stimme. Also Piraten, macht hin, Stimmen wollen vergeben werden!!!
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